christian_ammann
christian_ammann
Train des châtaignes – Der Kastanienzug
José Banaudo, Puget-Théniers
Jeden Herbst endet die Saison des «Train des Pignes» auf der Chemin de fer de la Provence» mit dem Kastanienfest in Le Fugeret und dem «Kastanienzug». Dieses Jahr, am 8.November 2025 gab es als Überraschung eine Doppeltraktion mit der bretonischen und der portugiesischen Dampflok, nicht nur als Augenweide sondern auch um die Bergfahrt nach Le Fugeret zu dieser Jahreszeit zu erleichtern. Leider machte das wechselhafte Wetter nicht ganz mit, um optimale Bilder dieses Spektakels zu machen.
Trotzdem hier einige Eindrücke, wobei auf das Übersetzen der kurzen Bildlegenden verzichtet wurde.

C’est sous un ciel bien gris que le « Train des Châtaignes » se met à quai en gare de Puget-Théniers. Plus de 340 voyageurs vont prendre place à son bord !
Comme chaque automne la saison du Train des Pignes s’achève par la Fête de la Châtaigne au Fugeret, qui connaît toujours autant des succès. Cette année nous avions prévu une surprise avec une belle double traction « Bretonne » et « Portugaise », non seulement pour le plaisir des yeux mais aussi pour faciliter la montée au Fugeret, propice aux patinages en cette période de l’année. Le spectacle était grandiose, par contre la météo très variable n’a pas permis de faire des « merveilles » photographiques comme il a pu y en avoir certaines années précédentes avec ce train. Voici quand même quelques images…

On approche d’Entrevaux au milieu des oliviers…


Un bref arrêt en gare d’Entrevaux.

Le profil dans les vergers du Plan-d’Entrevaux.

Passage sous les aqueducs des Cornillons, surnommés les « éléphants ».

Arrivée au « Domaine des Sources » au Plan-du-Coulomp. Aïe ! Un joint vient de céder sur le tiroir gauche de la E 327. Aucun danger, la perte de vapeur n’est pas trop gênante mais avec le froid et la condensation la fuite est très visible à chaque coup de piston…



Et c’est l’arrivée à Annot sous l’oeil vigilant de Loïc, l’agent circulation.
Après l’arrêt pour le ravitaillement en eau des deux machines, le train repart et franchit le viaduc de la Beïte.


Le train longe la route dans la forêt des Lunières.

Le soleil finit par sortir au viaduc de Fontbouisse. L’attente du train provoque un mini-embouteillage au départ de la route qui dessert le hameau de Bontès.

Ankunft in Le Fugeret. Die über 340 Zugspassagiere begeben sich ins Dorf, um Wildschwein mit Polenta, Kastanien und andere Herbstspezialitäten zu geniessen. Und auch das Fahrpersonal des GECP wird sich ein wohlverdientes Mittagessen gönnen.
Ca y est : nous voici arrivés au Fugeret. Tandis que les voyageurs se dirigent vers le village pour déguster le sanglier à la polenta, les châtaignes et autres spécialités automnales, l’équipe du train va profiter d’un repas bien mérité !
Alle Fotos und Kommentare; José Banaudo (als jahrzehntelanger Kenner der Fotostandorte an der CP und jahrzehntelanges Aktivmitglied des GECP)
Der SVT 18.16 – Präsentation bei VIS Halberstadt

Teil 3
Nach den beiden vorherigen Folgen über den Tag der Offenen Tür am 21. Juni 2025 bei der Verkehrs Industrie Systeme GmbH (VIS) in Halberstadt folgt nun die Besichtigung des SVT 18.16.
Im Eisenbahn Amateur wurde über das Restaurierungsprojekt des dieselhydraulischen Schnellverbrennungstriebwagen der Deutschen Reichsbahn der DDR letztmals im EA 1/25 berichtet. Nun stehen Probe- und Schulungsfahrt an, sowie restliche Arbeiten und die Abnahme.
Aktualisierung vom 28. 7.25:



Steigen wir also ein !




Gehen wir zuerst in den Speisewagen VMc 18.16.07

Die alten Lampen liess man nachbauen, die Vorhänge nähte ein Schneider ehrenamtlich.

Blick in die Küche



Die orginalen Lampen jener Zeit und die typischen DDR-Schalter.

Das Personal-WC

Blick in einen Grossraumwagen



An der Decke werden noch die Rauchmelder angebracht.

Ein WC im typischen damaligen Design.

Der Charme der typischen DR-Abfallbehälter und die originale DDR-Steckdose.

Ein sehr tolles Projekt. Nur schon die Besichtigung des Zugs ist eine Zeitreise und veranschaulicht, wie viel hier mit Liebe in (oft ehrenamtlicher) Kleinarbeit komplettiert, ergänzt und rekonstruiert werden musste.
Alle Fotos: Mario Constabel
Mit dem Esslinger Triebwagen zu VIS Verkehrs Industrie Systeme GmbH, Halberstadt
Teil 2

Im Teil 1 zeigten wir die Aufarbeitung der SBB-EC-Wagen bei der Verkehrs Industrie Systeme GmbH (VIS) in Halberstadt, dank einer Fahrt im Esslinger Triebwagen von Möser bei Magdeburg zum Tag der offenen Türe bei VIS am 21. Juni 2025.

Hier die bereits erwähnte neue «Wipperliese», BR 628 für die Strecke Klostermannsfeld – Wippra zusammen mit einem SBB-EC-Wagen. Der Triebwagen hat die Nr. 9580 0628 227-0, Hersteller Düsseldorfer Waggonfabrik AG , Baujahr 1988 .

Anzutreffen war ferner die frühere 218 467-9 (DB), seit 2023: 92 80 1218 467-9 D-VIS (VIS, Nummer im nationalen Fahrzeugregister).
Hersteller: Krauss-Maffei AG (München-Allach), Baujahr: 1976, Fabriknummer: 19782


Ferner standen im Aussengelände drei Salonwagen, die etwa in den 1990er-Jahren auch in der Schweiz fuhren:

Hier ein paar Aufnahmen von der Voiture Salon Pullman No. 4080.









Hier der Rheingold-Speisewagen 51 81 09-30 506-1.




Und schliesslich der Speisewagen Salon présidentielle No. 3354, ex NIOE / Reisebüros Mittelthurgau. Gemäss EA 5/93 «bekannt geworden durch die Fahrten mit Präsident De Gaulle und Parteichef Chruschtschow.»
Im Teil 3 besuchen wir dann den SVT Görlitz VT 18.16.10.

Alle Fotos: Mario Constabel
Neuer Centovallibahnzug bei Swissminiatur

Im Blog vom 3.11.2023 wurde über die Bahnanlagen von Swissminiatur in Melide berichtet. Seither wurden wieder interessante neue Züge in Betrieb genommen.



Der EA 5/24 berichtete über die neue Centovallibahn-Anlage, im EA 8/24 wurde der BLS Mika vorgestellt.

Seit Frühling 2025 fährt nun ein neuer, vierteiliger FART-Triebzug auf der Centovallibahn von Swissminiatur, geplant und gebaut von Lernenden von Stadler Rail.


Die Augustausgabe des Eisenbahn Amateur (EA 8/25) berichtet über dieses interessante Projekt.

Alle Fotos: Christian Ammann, 10. 7. 2025
Herzlichen Dank an Swissminiatur https://www.swissminiatur.ch/
Mit dem Esslinger Triebwagen zu VIS Verkehrs Industrie Systeme GmbH, Halberstadt
Teil 1

VIS Verkehrs Industrie Systeme GmbH im einstigen RAW Halberstadt wurde in der Schweiz erst durch die Aufarbeitung der SBB-EC-Wagen bekannt. Der EA 7/23 berichtete im NiK:
Die SBB lassen mangels Kapazität in den eigenen Werken 212 EC-Wagen bei der Verkehrs Industrie Systeme GmbH (VIS) in Halberstadt instandsetzen und modernisieren.
VIS ist 2002 aus dem örtlichen Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) hervorgegangen und hat sich gegen sieben Mitbewerber durchgesetzt. Für VIS ist es neben der Instandhaltung der Abellio-Flotten in Sachsen-Anhalt der zweitgrösste Auftrag in der Unternehmensgeschichte.
Die ersten 10 Wagen sind bereits in Halberstadt eingetroffen.
Pro Wagen wird mit 74 Arbeitstagen gerechnet. Der Auftrag dauert bis 2029.

Der Tag der Offenen Türe am 21. Juni 2025 mit Werksführungen war aber nicht nur etwas für Interessierte an der SBB-EC-Revision. Bei VIS werden auch die modernen Triebzüge der Dieselflotte Sachsen-Anhalt instandgehalten, die neue «Wipperliese» (BR 228 für Klostermansfeld – Wippra) ist in Arbeit und einige historische Raritäten sind zu bewundern, ganz prominent der vierteilige Schnellverkehrstriebwagen SVT Görlitz, welcher zusammen mit der SVT gGmbH der Öffentlichkeit präsentiert wurde.
An diese interessante Veranstaltung fuhren Extrazüge, so auch der besagte DTW01 / 303 027 der Cargo Logistik, ein Verbrennungstriebwagen der Maschinenfabrik Esslingen, Baujahr 1951 in Organisation durch die Magdeburger Eisenbahnfreunde e.V.. Diese setzen ihn auch für Extrafahrten auf dem Schienennetz des Magdeburger Hafens ein. Der Esslinger Triebwagen diente erst bei der AKN – Altona-Kaltenkirchen-Neumünster Eisenbahn, kam dann zur TBG – Tegernsee-Bahn Betriebsgesellschaft (20.05.1963 – 08.02.1967, dann zur FKE – Frankfurt-Königsteiner Eisenbahn ( 08.02.1967 – 03.04.1977) und schliesslich zur RBG – Regental Bahnbetriebs GmbH (08.04.1977- 16.06.2001).

Im Sommer 2001 wurde der VT durch die Bahnbetriebsgesellschaft Stauden mbH übernommen. 2006 an den Verein Dampflok-Gemeinschaft 41 096 e.V. abgegeben und im Museums- und Touristikverkehr von Oebisfelde aus eingesetzt. 2017 wurde der VT an die CLR – Cargo Logistik Rail Service GmbH weitergegeben, die ihn in Möser, unweit von Magdeburg stationiert hat. Deshalb begann am 21. Juni die Fahrt auch in Möser.

In diesem ersten Teil liegt der Schwerpunkt auf den Bildern der Aufarbeitung der SBB-EC-Wagen, die in der VIS eine Rostbeseitigung und Auffrischung erhalten, um danach weitere 20 Jahre im Einsatz zu stehen.





Die Anschrift VIS, im Gegensatz zu jener an einem in Konstanz angetroffenen, in Olten aufgearbeiteten Wagen. Bild unten.

Foto: Christian Ammann, Konstanz , 23.6.2025
D







Blick ins Aussengelände






Im Teil 2 wird es dann um den SVT Görlitz der früheren Reichsbahn der DDR und weitere interessante Fahrzeuge gehen. Wer schon mal im NiK die letzte Meldung sucht, sie ist im EA 1/25 auf Seite 30 und hier noch der Link: https://svt-goerlitz.de/de/
Alle nicht anders bezeichneten Fotos von Mario Constabel.
Eisenbahn Amateur an Public Transportation Days

Der Eisenbahn Amateur ist auch dieses Jahr an den Public Transportation Days
https://www.verkehrshaus.ch/besuchen/museum/thementage/thementage/public-transportation-days.html
im Verkehrshaus Luzern in der neu gestalteten Schienenhalle vertreten.

Der Stand mit einem kleinen Angebot an Verkaufsgegenständen (USB-Stick, aktuelle Ausgabe, Kravattennadeln, Pins) befindet sich neben dem Stand des Modelleisenbahnklubs Wil SG gleich bei der Passerelle und der neu erstandenen Gotthardbahnanlage.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!




Trossinger Eisenbahn am Pfingstmarkt 2025

Die historische Trossinger Eisenbahn wurde im Blog vom 17.10.2024 am Kilbemarkt besucht und war auch Thema des ausführlichen Artikels von Axel Reuther im EA 5/23 (mit französischer Zusammenfassung).
Seit Einführung des Ringzugkonzepts 2003 kann man die historischen Fahrzeuge nur noch im Eisenbahnmuseum in Trossingen Stadt bewundern…


… oder aber – in Aktion – im lebhaften Extrazugverkehr am Pfingstmarkt im Juni und am Kilbemarkt im September sowie an 10 Mondscheinfahrten pro Jahr (einmal jeden Monat ausser Juni und September). Diese «Mondscheinfahrten» – in der Regel zwischen 20 und 21 Uhr – finden nämlich als Bewegungsfahrten zur Vermeidung von Standschäden statt. Besucher können gratis mitfahren, doch die nächtliche Fahrt in den Oldtimern ist eher für Gruppen aus der Region als für Interessenten aus der Schweiz ein geeigneter Tipp. Denn auch tagsüber ist die stundenlange Reise per öV im Zickzack nach Trossingen und zurück aus Schaffhausen oder Konstanz «kein Katzensprung».

Der Regio-Shuttle ist abgestellt, der Museumszug kann abfahren!
Am Trossinger Pfingstmarkt vom 9.6.2025 war die «grüne Garnitur» im Einsatz, bestehend aus der E-Lok «Lina» (Baujahr 1902), dem Beiwagen B2 «Lias» und dem Triebwagen T1 «Zeug Christe» (beide Baujahr 1898). Nach einem bereits ausgebuchten Kurs um 10.14 verkehrten sie für Publikum stündlich zwischen 11.14. und 16.14 von Trossingen Stadt nach Trossingen Staatsbahnhof und zurück.


Der historische Zug fährt ab einem eigenen Perron beim Eisenbahnmuseum ab.



Vergangenheit und Gegenwart am Bahnübergang


Lina läuft am Zugschluss „abgebügelt“ mit.

Doch hier ist Lina voll in Aktion!


Die nächste Gelegenheit, die einzigartigen historischen Fahrzeuge nicht nur bei Mondschein in voller Fahrt zu erleben ist der Kilbemarkt am 28.9.2025.
Fotos: Felix Menzi: 1, 5, 8, 10, 11, 12, 13, übrige von Christian Ammann
Ein längerer Halt in Clerval

Die Fahrt am 18. Januar 2025 im TER 894104 von Belfort nach Besançon Viotte verlief weder angenehm noch planmässig. Warum auf einer elektrifizierten Hauptstrecke beim samstäglichen Passagierandrang ein «Walfisch»-Dieseltriebwagen der Serie X 73500 eingesetzt wurde, war nicht ganz klar. Ab Belfort waren jedenfalls alle 61 Sitzplätze und 17 Klappsitze belegt. Bevor noch mehr kamen, ging die Fahrt planmässig um 12.04 los. Doch dann kam 12.45 beim Halt in Clerval die Durchsage, dass der Zug hier voraussichtlich eine Stunde stehen bleibe, weil der vorausfahrende Zug steckengeblieben sei.
Ein paar Fahrgäste telefonierten, stiegen aus um zu rauchen oder wurden von Privaten abgeholt. Die andern warteten geduldig. Nun, der Zug erreichte Besançon Viotte dann schliesslich nach einem weiteren Problem um 15.12.

Die endliche Ankunft in Besançon Viotte.
Doch eigentlich ist Clerval ein Bahnhof voller Geschichte
Heute bestehen zwar nur noch zwei Durchgangsgleise, erinnerungsmässig nicht mal ein Spurwechsel. Doch zur Dampftraktion war Clerval eine Wasserstation für alle Züge, auch in Doppeltraktion, was in der Kurve durch das Stehen der Dampfloks verölte Schienen und immer schwierige Anfahrten mit viel Schleudern gab.

Es dauerte oft lange, bis die schweren Güterzüge aus dem Bahnhof herausgefahren waren. Daran erinnert sich Ambros Saladin, der hier in den 1960er-Jahren filmte und fotografierte. Er erinnert sich an die kohlengefeuerten 141 R (Mikados) des Depots Dole und die legendären 231 H und 231 K ex PLM vor den Directs Lyon–Strasbourg. Die Fotos zeigen das Wasserfassen und Güterzügen in Einzel- und Doppeltraktion mit 141 P und 141 R am 1. April 1967.



Noch viel weiter zurück, zur Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, hatte Clerval noch eine weitere Bedeutung:
Es existierte das Projekt einer direkten Strecke Clerval (oder Baume-les-Dames oder L’Isle-sur-le-Doubs)–Damvant oder Grandfontaine–Porrentruy und dann weiter nach Basel.
Die neue Hauptstrecke über Clerval sollte einen direkteren Weg von Mittelfrankreich und Besançon aus nach Basel schaffen, möglichst unter Umgehung des seit dem Krieg 1870/1871 bis zum 1. Weltkrieg deutschen Elsass-Lothringen. Doch Recherchen in diesem Aktenbündel sprengen bei weitem den Rahmen eines Blogs.


In Pont-de-Roide (Bild unten) wäre die heute ebenfalls längst vergessene Nebenstrecke von Voujaucourt nach St-Hyppolyte (Doubs) gekreuzt worden. Von Porrentruy aus bestand zudem um 1900 das Projekt einer Regionalbahn nach Damvant. 1901 war Porrentruy – Bonfol entstanden, 1910 verlängert über Pfetterhouse nach Dannemarie an der Ostbahn Mulhouse – Belfort.

Bahnhof Pont-de-Roide, Güterverkehr zum Peugeot-Werk, 26. 9. 1979. Der Personenverkehr war bereits 1938 eingestellt worden. Ab 2010 wurde der gesamte restliche Betrieb eingestellt.

Und noch ein paar Fotos vom 26. 9. 1979 von der Strecke nach St-Hippolyte.

Streckenende nach Pont-de-Roide mit Haltsignal, weit im Hintergrund ganz links ist der Prellbock erkennbar.

Tunnel vor St-Hippolyte, Grund der Schliessung des oberen Abschnitts für den Güterverkehr, 1969.

Endbahnhof St-Hippolyte (Doubs), rund 40 Jahre nach der Abfahrt des letzten Personenzugs, 10 Jahre nach der Einstellung des Güterverkehrs.

Alle Fotos mit Ausnahme der Dampfbilder in Clerval: Christian Ammann
Dampfbilder in Clerval: Ambros Saladin
Dienstfahrt auf den Chemins de fer de Provence
Von José Banaudo, Puget-Théniers

Am Freitag, 13. Dezember 2024 führte die frühere BB 1200 der Chemins de Fer de la Provence einen Dienstzug von Puget-Théniers nach Annot, zur Lokpersonalinstruktion und um den historischen Personenwagen B 506 zur Restaurierung abzuholen. Hier vor Abfahrt in Puget-Théniers.

Wer die Restaurierung dieser 1992 von den CP aus Nordspanien übernommenen Maschine nicht von Anfang an verfolgen konnte (detailliertere Lokgeschichte weiter unten): Das Team des GECP, das sich um diese Henschel-Lok , hatte beschlossen, ihr den Anstrich und die Nummer 1404 bei den FEVE zurückzugeben, also so, wie ich sie im August 1981 in Barreda, zwischen Santander und Torrelavega (Kantabrien) fotografieren konnte.

Auf der Brücke von La Trinité verlassen wir die Alpes Maritimes nach den Alpes de Provence.

Dann Ankunft in Pont-de-Gueydan.



Draussen ist es kalt. Ein Blick in den angenehm geheizten Führerstand.

In Annot erwartet uns ein grösseres Rangiermanöver. Die gemietete Windhoff-Draisine muss für den Zugang in die Remise umgestellt werden, um den B 506 (Desouches et David) hervorzuholen, damit er im Winter in Puget-Théniers restauriert werden kann. Im Frühjahr wird er dann wieder nach Annot gebracht und der B 505 kommt wieder nach Puget-Théniers für den regulären Betrieb.


Noch ein paar Angaben zur Lokomotive:
Fünf Henschel DH1200 Lokomotiven waren an die Compañia Minera de la Serra Menera (Strecke Ojos Negros–Sagunto ) ausgeliefert worden: 1964 die Nummern SM 1001, 1002 und 1003, 1966 die Nummern SM 1004 und 1005. Nachdem diese Bahn 1972 stillgelegt worden war, wegen Verlagerung der Eisenerztransport auf die parallele RENFE-Linie, wurden die fünf Maschinen an FEVE verkauft, wo sie 1973 in 1401 bis 1405 umnummeriert wurden. Die 1404 wurde 1992 an die CP verkauft, wo sie zur BB 1200 wurde, die 1405 kam 1997 an die Brohltalbahn, wo sie zur D 5 wurde. Die Loks 1401, 1402 und 1403 wurden 2007 an die Linea Belgrano Sur (LBS) in Argentinien verkauft. Sie sind seit 2013–2015 nicht mehr in Betrieb. Auf der CP wurde die BB 1200 bis 2020 für Arbeits-, Rettungs- und Schneeräumungszüge usw. eingesetzt. 2020 wurde sie durch die neue Socofer-Lokomotive ersetzt. Die Region verkaufte sie 2023 an das GECP, das sie aufarbeitete und 2024 wieder in Betrieb nahm. Sie dient als Reservelokomotive für die Mallet-Lokomotive, für Extrazüge oder Materialtransporte.

Nun kann der B 506 herausgeholt werden.

Der neu formierte Zug wartet nun auf Gleis 4 um die Hauptgleise frei zu lassen, wo sich die Züge 3 und 4 kreuzen werden. Das Personal macht nun Mittagspause.

Eine Stunde später wird der Zug auf Gleis 2 umgestellt, die Lok umfährt, die Bremsprobe wird gemacht und es geht nach Puget-Théniers zurück.




Auf der Rückfahrt gibt es nur einen Zwischenhalt in Entrevaux.

Ankunft in Puget-Théniers, bereits zur Dämmerung. Erneut folgen wieder einige Rangiermanöver, bis jeder Wagen an seinem richtigen Platz steht.
Text und alle Fotos: José Banaudo, Übersetzung: Christian Ammann
Bilder sprechen lassen

Das Bild mit dem Güterzug blieb über längere Zeit eine Interpretations- und Verortungs-Pendenz. Der Originaltitel wies zwar auf Bassersdorf hin, liess sich aber durch Geländevergleiche nicht bestätigen.
Über diesen und weitere Fälle berichtet ein Blogbeitrag des ETH-Bildarchivs und die Lösung des Rätsels findet sich gleich unter https://crowdsourcing.ethz.ch/2024/11/29/das-eth-bildarchiv-die-ueberraschend-maechtige-quelle/
Im EA 04/24 wurde bereits auf digitalisierte und öffentlich zugängliche Bilderschätze hingewiesen.
Anton Heer, Flawil

