Deutschland

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1807, 2025

Der SVT 18.16 – Präsentation bei VIS Halberstadt

By |18. Juli 2025|Categories: Grosstraktion|Tags: , , , , , |Kommentare deaktiviert für Der SVT 18.16 – Präsentation bei VIS Halberstadt

Teil 3

Nach den beiden vorherigen Folgen über den Tag der Offenen Tür am 21. Juni 2025 bei der Verkehrs Industrie Systeme GmbH (VIS) in Halberstadt folgt nun die Besichtigung des SVT 18.16.

Im Eisenbahn Amateur wurde über das Restaurierungsprojekt des dieselhydraulischen Schnellverbrennungstriebwagen der Deutschen Reichsbahn der DDR letztmals im EA 1/25 berichtet. Nun stehen Probe- und Schulungsfahrt an, sowie restliche Arbeiten und die Abnahme.

Aktualisierung vom 28. 7.25:

Leider gibt es im Bereich der Elektrik unerwartete Probleme, welche jetzt durch den Inbetriebnahmeprozess erst entdeckt wurden. Weiterhin macht die Bremsanlage zu schaffen, so dass auch dort noch einige Arbeitsstunden investiert werden müssen. Daher hat sich SVT Görlitz gGmbH leider entschlossen, sämtliche geplanten Fahrten für das Jahr 2025 abzusagen. https://svt-goerlitz.de/de/fahrten/sonderfahrten.html

Steigen wir also ein !

Gehen wir zuerst in den Speisewagen VMc 18.16.07

Die alten Lampen liess man nachbauen, die Vorhänge nähte ein Schneider ehrenamtlich.

Blick in die Küche

Die orginalen Lampen jener Zeit und die typischen DDR-Schalter.

Das Personal-WC

Blick in einen Grossraumwagen

An der Decke werden noch die Rauchmelder angebracht.

Ein WC im typischen damaligen Design.

Der Charme der typischen DR-Abfallbehälter und die originale DDR-Steckdose.

Ein sehr tolles Projekt. Nur schon die Besichtigung des Zugs ist eine Zeitreise und veranschaulicht, wie viel hier mit Liebe in (oft ehrenamtlicher) Kleinarbeit komplettiert, ergänzt und rekonstruiert werden musste.

 

Alle Fotos: Mario Constabel

1707, 2025

Mit dem Esslinger Triebwagen zu VIS Verkehrs Industrie Systeme GmbH, Halberstadt

By |17. Juli 2025|Categories: Grosstraktion|Tags: , , , |Kommentare deaktiviert für Mit dem Esslinger Triebwagen zu VIS Verkehrs Industrie Systeme GmbH, Halberstadt

Teil 2

Im Teil 1 zeigten wir die Aufarbeitung der SBB-EC-Wagen bei der Verkehrs Industrie Systeme GmbH (VIS) in Halberstadt, dank einer Fahrt im Esslinger Triebwagen von Möser bei Magdeburg zum Tag der offenen Türe bei VIS am 21. Juni 2025.

Hier die bereits erwähnte neue «Wipperliese», BR 628 für die Strecke Klostermannsfeld – Wippra zusammen mit einem SBB-EC-Wagen. Der Triebwagen hat die Nr. 9580 0628 227-0, Hersteller Düsseldorfer Waggonfabrik AG , Baujahr 1988 .

Anzutreffen war ferner die frühere 218 467-9 (DB), seit 2023: 92 80 1218 467-9 D-VIS (VIS, Nummer im nationalen Fahrzeugregister).

Hersteller: Krauss-Maffei AG (München-Allach), Baujahr: 1976, Fabriknummer: 19782

Ferner standen im Aussengelände drei Salonwagen, die etwa in den 1990er-Jahren auch in der Schweiz fuhren:

Hier ein paar Aufnahmen von der Voiture Salon Pullman No. 4080.

Hier der Rheingold-Speisewagen 51 81 09-30 506-1.

Und schliesslich der Speisewagen Salon présidentielle No. 3354, ex NIOE / Reisebüros Mittelthurgau. Gemäss EA 5/93 «bekannt geworden durch die Fahrten mit Präsident De Gaulle und Parteichef Chruschtschow.»

Im Teil 3 besuchen wir dann den SVT Görlitz VT 18.16.10.

Alle Fotos: Mario Constabel

 

2906, 2025

Mit dem Esslinger Triebwagen zu VIS Verkehrs Industrie Systeme GmbH, Halberstadt

By |29. Juni 2025|Categories: Grosstraktion|Tags: , , |Kommentare deaktiviert für Mit dem Esslinger Triebwagen zu VIS Verkehrs Industrie Systeme GmbH, Halberstadt

Teil 1

VIS Verkehrs Industrie Systeme GmbH im einstigen RAW Halberstadt wurde in der Schweiz erst durch die Aufarbeitung der SBB-EC-Wagen bekannt. Der EA 7/23 berichtete im NiK:

Die SBB lassen mangels Kapazität in den eigenen Werken 212 EC-Wagen bei der Verkehrs Industrie Systeme GmbH (VIS) in Halberstadt instandsetzen und modernisieren.

VIS ist 2002 aus dem örtlichen Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) hervorgegangen und hat sich gegen sieben Mitbewerber durchgesetzt. Für VIS ist es neben der Instandhaltung der Abellio-Flotten in Sachsen-Anhalt der zweitgrösste Auftrag in der Unternehmensgeschichte.

Die ersten 10 Wagen sind bereits in Halberstadt eingetroffen.

Pro Wagen wird mit 74 Arbeitstagen gerechnet. Der Auftrag dauert bis 2029.

Der Tag der Offenen Türe am 21. Juni 2025 mit Werksführungen war aber nicht nur etwas für Interessierte an der SBB-EC-Revision. Bei VIS werden auch die modernen Triebzüge der Dieselflotte Sachsen-Anhalt instandgehalten, die neue «Wipperliese» (BR 228 für Klostermansfeld – Wippra) ist in Arbeit und einige historische Raritäten sind zu bewundern, ganz prominent der vierteilige Schnellverkehrstriebwagen SVT Görlitz, welcher zusammen mit der SVT gGmbH der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

An diese interessante Veranstaltung fuhren Extrazüge, so auch der besagte DTW01 / 303 027 der Cargo Logistik, ein Verbrennungstriebwagen der Maschinenfabrik Esslingen, Baujahr 1951 in Organisation durch die Magdeburger Eisenbahnfreunde e.V.. Diese setzen ihn auch für Extrafahrten auf dem Schienennetz des Magdeburger Hafens ein. Der Esslinger Triebwagen diente erst bei der AKN – Altona-Kaltenkirchen-Neumünster Eisenbahn, kam dann zur TBG – Tegernsee-Bahn Betriebsgesellschaft (20.05.1963 – 08.02.1967, dann zur FKE – Frankfurt-Königsteiner Eisenbahn ( 08.02.1967 – 03.04.1977) und schliesslich zur RBG – Regental Bahnbetriebs GmbH (08.04.1977- 16.06.2001).

Im Sommer 2001 wurde der VT durch die Bahnbetriebsgesellschaft Stauden mbH übernommen. 2006 an den Verein Dampflok-Gemeinschaft 41 096 e.V. abgegeben und im Museums- und Touristikverkehr von Oebisfelde aus eingesetzt. 2017 wurde der VT an die CLR – Cargo Logistik Rail Service GmbH weitergegeben, die ihn in Möser, unweit von Magdeburg stationiert hat. Deshalb begann am 21. Juni die Fahrt auch in Möser.

In diesem ersten Teil liegt der Schwerpunkt auf den Bildern der Aufarbeitung der SBB-EC-Wagen, die in der VIS eine Rostbeseitigung und Auffrischung erhalten, um danach weitere 20 Jahre im Einsatz zu stehen.

Die Anschrift VIS, im Gegensatz zu jener an einem in Konstanz angetroffenen, in Olten aufgearbeiteten Wagen. Bild unten.

Foto: Christian Ammann, Konstanz , 23.6.2025

D

Blick  ins Aussengelände

Im Teil 2 wird es dann um den SVT Görlitz der früheren Reichsbahn der DDR und weitere interessante Fahrzeuge gehen. Wer schon mal im NiK die letzte Meldung sucht, sie ist im EA 1/25 auf Seite 30 und hier noch der Link: https://svt-goerlitz.de/de/

Alle nicht anders bezeichneten Fotos von Mario Constabel.

1006, 2025

Trossinger Eisenbahn am Pfingstmarkt 2025

By |10. Juni 2025|Categories: Unkategorisiert|Tags: , , , |Kommentare deaktiviert für Trossinger Eisenbahn am Pfingstmarkt 2025

Die historische Trossinger Eisenbahn wurde im Blog vom 17.10.2024 am Kilbemarkt besucht und war auch Thema des ausführlichen Artikels von Axel Reuther im EA 5/23 (mit französischer Zusammenfassung).

Seit Einführung des Ringzugkonzepts 2003 kann man die historischen Fahrzeuge nur noch im Eisenbahnmuseum in Trossingen Stadt bewundern…

… oder aber – in Aktion – im lebhaften Extrazugverkehr am Pfingstmarkt im Juni und am Kilbemarkt im September sowie an 10 Mondscheinfahrten pro Jahr (einmal jeden Monat ausser Juni und September). Diese «Mondscheinfahrten» – in der Regel zwischen 20 und 21 Uhr – finden nämlich als Bewegungsfahrten zur Vermeidung von Standschäden statt. Besucher können gratis mitfahren, doch die nächtliche Fahrt in den Oldtimern ist eher für Gruppen aus der Region als für Interessenten aus der Schweiz ein geeigneter Tipp. Denn auch tagsüber ist die stundenlange Reise per öV im Zickzack nach Trossingen und zurück aus Schaffhausen oder Konstanz «kein Katzensprung».

Der Regio-Shuttle ist abgestellt, der Museumszug kann abfahren!

Am Trossinger Pfingstmarkt vom 9.6.2025 war die «grüne Garnitur» im Einsatz, bestehend aus der E-Lok «Lina» (Baujahr 1902), dem Beiwagen B2 «Lias» und dem Triebwagen T1 «Zeug Christe» (beide Baujahr 1898). Nach einem bereits ausgebuchten Kurs um 10.14 verkehrten sie für Publikum stündlich zwischen 11.14. und 16.14 von Trossingen Stadt nach Trossingen Staatsbahnhof und zurück.

Der historische Zug fährt ab einem eigenen Perron beim Eisenbahnmuseum ab.

Vergangenheit und Gegenwart am Bahnübergang

Lina läuft am Zugschluss „abgebügelt“ mit.

Doch hier ist Lina voll in Aktion!

Die nächste Gelegenheit, die einzigartigen historischen Fahrzeuge nicht nur bei Mondschein in voller Fahrt zu erleben ist der Kilbemarkt am 28.9.2025.

 

Fotos: Felix Menzi: 1, 5, 8, 10, 11, 12, 13, übrige von Christian Ammann

1711, 2024

Die RhB wird in Augsburg eingemottet

By |17. November 2024|Categories: Allgemein|Tags: , , , |Kommentare deaktiviert für Die RhB wird in Augsburg eingemottet

Von Reinhard Christeller, BEA

Hier gibt es mehr Krokodil-Lokomotiven der Rhätischen Bahn als diese selbst hat. Und dort wartet gerade ein Capricorn Regionalzug vor dem roten Signal auf die Weiterfahrt. Hier nähern sich zwei heftig qualmende Dampflokomotiven, die ein paar historische Personenwagen ziehen, dort kündigt der Lautsprecher gerade den nächsten Personenzug an, und hier zieht eine moderne Lokomotive einen Güterzug mit Containern von Coop oder mit Calanda Bier.

Und auch der Glacier Express fährt gerade vorbei. Überall hat es Leute, manche im Badeanzug im Schwimmbad oder auf ihrer Dachterrasse. Dort drüben, oh Schreck, brennt gerade ein Haus bis auf die Grundmauern nieder, die schwarzen Balken sind noch zu sehen und der Rauch verzieht sich gerade.

Das alles ist vorderhand Vergangenheit. Am 9. November 2024 gab es im Bahnpark Augsburg die letzte öffentliche Vorführung der 33 m langen und 12 m breiten Modelleisenbahnanlage mit Modellfahrzeugen in Spur G mit einer Spurweite von 45 mm, im Maßstab 1:22,5 mit beinahe eineinhalb Kilometern Geleisen und 155 Weichen die weltweit grösste öffentlich zugängliche Fahrzeugsammlung der Rhätischen Bahn.

Von der Dampflok 1 bis zum modernen Capricorn Triebzug wurde jede Fahrzeugepoche der RhB dargestellt. Neben beinahe 1000 Wagen und Lokomotiven waren auch mehr als 6000 Figürchen, Menschen und Tiere in den verschiedensten Szenarien aufgestellt.

Auch Harry Potter war dort in Miniatur zu sehen, genau so wie auch der Mentor und Promotor der Anlage, der Bahn- und Informatikspezialist Jürgen Drexler, in 3D gedruckt, irgendwo zwischen den anderen Figürchen. 99 % der Fahrzeuge sind von Märklin/LGB, einige von Kiss, ESU und Eigenbauten. Viele Loks sind mit Folie beklebt oder von Kiss Modellbahnservice umlackiert worden.

Alle Loks und Triebwagen haben Digitaldecoder und 70 % auch Soundmodule und es gibt 50 Doppeltraktionen. Die insgesamt 24 Blockstellen werden durch die Digitalsteuerung der Firma Lenz automatisch gesteuert. Zusätzlich werden die Züge auch mit Funkhandreglern angesteuert wenn Sie die Blockstrecke verlassen und einfahren. Ein Display zeigt die belegten Abschnitte im Steuerstand. Die gesamte Anlage verbraucht etwa 10 kWh Strom in der Stunde bei bis zu 16 gleichzeitig eingesetzten Zügen. Im Vergleich zum Stromverbrauch einer einzelnen Grosstraktion-Elektrolokomotive von bis zu rund 5000 kWh ein bescheidener Aufwand gemessen an der von der Anlage erzeugten Freude.

Jürgen Drexler hat die Anlage mit anderen Bahnbegeisterten in Freiwilligenarbeit in den 10 Jahren seit 2013 sukzessive aufgebaut. Sie hat zwei Ebenen, auf denen gleichzeitig bis zu 16 über 5 Meter lange Züge verkehren können. Und der Reichtum an kleinen und großen, mit viel Liebe gebauten Geschichten, Alltags- und anderen Szenen war es, was diese Modellanlage so beliebt machte. An manchen Öffnungstagen strömten 300 bis 500 Besucher in die Halle, darunter viele Familien, von denen manche bis zu zweieinhalb Stunden an der Modellanlage verbrachten. Es war nicht nur der lange, belebte Bahnhof, der die Blicke auf sich zog. Eigentlich steckte jeder Quadratdezimeter der Anlage voller neuer Eindrücke.

Wenn jeweils im November der Bahnpark die „Nacht der Giganten“ ausrief, lief die Modellbahn zur Hochform auf: Dann nämlich war sie bis im letzten Winkel beleuchtet – mit mehr als 220 Lampen sowie unzähligen LEDs. Und die Züge ratterten mit hellen Scheinwerfern und roten Schlusslaternen durch die Nacht.

Aber nun fuhr die Rhätische Bahn in Augsburg am 9. November 2024 in ihrer erst einmal letzten „Nacht der Giganten“. Jetzt ist Schluss, sie muss hinaus, die ehemalige Lokomotivhalle wird renoviert und andern Zwecken zugeführt. Die Anlage wird abgebaut und zwischengelagert. „Die große Hoffnung ist, dass wir eine neue Bleibe finden, wir sind für jeden Hinweis dankbar.“ sagt Drexler. Wo findet die RhB Asyl? Die Erlebnisbahn, die einen kompakten Überblick über die Fahrzeughistorie der RhB gibt, soll wieder aufleben, am liebsten in Augsburg oder nicht zu weit davon entfernt.

Webseite: www.modellbahn-im-bahnpark.eu

Kontakt: tramway -at- christeller.net

Wer ist Jürgen Drexler?

Schon in seiner Jugend war Jürgen Drexler (56) von Bahn und Tram begeistert. Als gelernter Koch bildete er sich auf dem Gebiet der Bahn weiter und beriet zunächst Strassenbahnen. So konnte die Schweizer Industrie mit Schindler Waggon und SIG ab Mitte der 1990-er Jahre Niederflur-Wagenkasten in Wickeltechnik und vom Cobra-Tram abgeleitete Fahrwerke zunächst nach Cottbus und Mülheim an der Ruhr und später nach Göteborg und Tallinn und darauf aufbauend auch nach Basel liefern. Später kaufte er den ehemaligen VT 11.5 TEE der DB zurück und verband seine Koch- und Bahnkünste, indem er ihn im Bahnpark Augsburg als Event-Restaurant aufstellte. Danach baute er im Bahnpark die RhB-Anlage und wirkt als IT-Berater für mehrere deutsche Regionalbahnen.

Text und Fotos von Reinhard Christeller, BEA

1710, 2024

Grosseinsatz auf der Trossinger Eisenbahn

By |17. Oktober 2024|Categories: Allgemein|Tags: , , , |Kommentare deaktiviert für Grosseinsatz auf der Trossinger Eisenbahn

T 3 und T5 am 22. 9. 2024 unterwegs als Extrazug nach Trossingen Bahnhof. Es führt der blau-weisse T 5, zurück zum Stadbahnhof dann der vierachsige T 3.

Am Wochenende 21./22. September hatte der Freundeskreis der Trossinger Eisenbahn e.V. https://www.trossinger-eisenbahn.de/ erstmals in seiner 20jährigen Vereinsgeschichte hintereinander zwei «Grossveranstaltungen» mit jeweils 7 Extrafahrten zu stemmen. Der Samstag stand im Zeichen der Trossinger Gewerbeausstellung «trops» (Trossingen präsentiert sich), während am Sonntag Fahrten zum Kilbemarkt angeboten wurden. Am gleichen Wochenende fand auch bundesweit der Aktionstag «Tag der Schiene 2024» mit vielen Extrazügen und Bahnveranstaltungen statt.

Der für den Regelverkehr im Einsatz stehende Regioshuttle der SWEG pausiert in Trossingen Stadt um die Strecke für die Extrafahrt (links) freizugeben.

An beiden Tagen pendelten die Triebwagen T3 und T5 im Stundentakt von 10.14 Uhr bis 16.14 Uhr zwischen den beiden Trossinger Bahnhöfen. Am Stadtbahnhof war das Eisenbahnmuseum geöffnet, mit einer Fahrzeugschau, die alle noch im Originalzustand erhaltenen Fahrzeuge der Trossinger Eisenbahn von 1898 bis 1968 zeigt, nebst vielen andern Objekten, Modellen, Fotos und Plänen.

Ein Blick ins am frühen Vormittag noch nicht so rege besuchte, sehr sehenswerte Museum..

Im EA 5/23 erschien ein ausführlicher Artikel über die Trossinger Eisenbahn von Axel Reuther.

Der T 6 in seinem Unterstand.

T 5 und 6, links der Regioshuttle des Planverkehrs.

Während den stündlichen Extrafahrten steht der Regioshuttle gesichert im Abstellgleis.

T 3 und T 5 am Perron für die elektrischen Nostalgiezüge.

Das für den Regelverkehr genutzte Gleis ist nicht mehr elektrifiziert.

Das frühere Bahnhofgebäude Trossingen Stadt (Stadtseite) ist «nudelhaus» geworden, ersetzt durch den Unterstand im vorherigen Bild.

Der Extrazug unterwegs nach Trossingen Bahnhof.

Der Regioshuttle im Planeinsatz zwischen den Extrazügen.

Ein Bild vom heutigen Trossingen Bahnhof, weitab nördlich vom alten, nun privaten Bahnhofgebäude. Das dritte Gleis ist ohne Perron. Treffen sich drei Züge, so ist für den dritten Zug weit nördlich ein Perron 12 vorhanden. Wer das nicht weiss, rennt nicht um sein Leben, aber im letzten Moment noch auf seinen Anschlusszug…

Doch, wie war es früher? Hier ein paar Bilder vor rund 30 Jahren, März 1992

T 6 im Stadtbahnhof Trossingen

T 6 unterwegs nach Trossingen Stadt

T 6 in Trossingen Bahnhof auf dem Bahnhofplatz.

Die damalige Abfahrtshaltestelle der Trossinger Eisenbahn auf dem Bahnhofplatz Trossingen Bahnhof

Jahrzehntelang ein gewohntes Bild, heute längst vergessen. Die Passagiere von den DB-Zügen steigen in den T 6 nach Trossingen Stadt um.

Alle Fotos: Christian Ammann

2203, 2022

Generationswechsel bei der Stuttgarter Zahnradbahn „Zacke“

By |22. März 2022|Categories: Unkategorisiert|Tags: , , |Kommentare deaktiviert für Generationswechsel bei der Stuttgarter Zahnradbahn „Zacke“

Stuttgart Marienplatz, willkommen bei der Stuttgarter Zahnradbahn mit Ziel Degerloch.

Ende der siebziger Jahre machte ich in Stuttgart meine Ausbildung. Damals fuhren noch die alten Esslinger Triebwagen aus den dreissiger Jahren mit ihren zweiachsigen Vorstellwagen auf der „Zacke“, wie die Stuttgarter liebevoll ihre Zahnradbahn vom Marienplatz nach Degerloch nennen. Die aktuell eingesetzten Triebwagen ZT 4 1001 bis 1003 stammen aus dem Jahre 1982. Sie waren ein Gemeinschaftswerk der SLM Winterthur, welche die Zahnradantriebe lieferte und MAN, die die Wagenkästen erstellte. Damals bekam ich diesen Generationswechsel hautnah mit. Alles war auf einmal modern. Jetzt nach genau 40 Jahren werden die in die Jahre gekommenen Meterspur Triebwagen durch drei neue Fahrzeuge von Stadler/Bussnang ersetzt. Der erste Triebwagen mit der Nr. 1101 wurde im Oktober 2021 abgeliefert. Nachts ab 21.00 Uhr, wenn der Planbetrieb ruht, werden mit dem neuen Fahrzeugen Probe- und Einstellfahrten durchgeführt. Mitte Februar 22 wurde das zweite Fahrzeug Nr. 1102 abgeliefert.

Wir hatten das grosse Glück, bei unserem Abschiedsbesuch für die alten Triebwagen am 10. März 22 den neuen Triebwagen 1102 auf seiner ersten Probefahrt tagsüber erleben zu dürfen. Er fuhr am Morgen vom Depot am Marienplatz nach Degerloch und kurz vor Mittag wieder zurück ins Depot. Der dritte Triebwagen soll in den nächsten Monaten abgeliefert werden. Nach weiteren Abnahmefahrten sollen die drei neuen Triebwagen im Laufe diesen Jahres die Fahrzeuge aus den achtziger Jahren ersetzen. Die Fa. Steck in Bowil liefert der Zacke drei neue Vorstellwagen für den Fahrradtransport.

Die Triebwagen 1001 und 1002 werden abgebrochen, der 1003 soll im Strassenbahndepot in Bad Cannstatt museal erhalten bleiben. Dort befindet sich seit 1984 der alte Esslinger Triebwagen 104 und der Vorstellwagen 120. Gehen Sie mit mir nun auf eine Reise vom Marienplatz zum Depot, dann über die neue Weinsteige bis nach der „Bergstation“ Degerloch.

Bei der Ausfahrt aus der Talstation Marienplatz geht es steil bergan in Richtung Liststrasse. Links grüsst der bekannte Stuttgarter Fernsehturm.

Links hinter dem Triebwagen befindet sich die Weiche zum Depot.

Auch nach 40 Jahren befindet sich der Innenraum in einem ordentlichen Zustand.

Hier ein Blick in das alte Depot. Dieses wird Nachts zum Abstellen der Triebwagen und als Veranstaltungsraum für das in diesem Gebäude ansässige Theater benutzt. Im Depot ist Triebwagen 1003 abgestellt.

Im modernen Werkstattraum steht der neue Triebwagen 1102. Innen sind die Techniker der Stuttgarter Strassenbahn AG und von Stadler an der Arbeit.

Nach der Haltestelle Liststrasse geht es weiter bergan in Richtung neue Weinsteige. Im Hintergrund ein Teil der Stadt Stuttgart.
Auf der neuen Weinsteige geht es sehr beengt zu. Obwohl Einbahnstrasse, kommen immer wieder Autos aus beiden Richtungen daher gefahren. In Kürze erreicht der Triebwagen die Ausweiche Wielandshöhe.
In der Wielandshöhe kreuzen sich planmässig die beiden Triebwagen. Die Strecke ist 2,1 km lang. Für eine Fahrt werden zehn Minuten benötigt. Es herrscht von 5 Uhr bis 21 Uhr der 15 Minutentakt. Abends fährt der Bus.

Von der neuen Weinsteige hat der Fahrgast einen wunderbaren Blick auf den Stuttgarter Talkessel.

An der Haltestelle Haigst, Schwäbisch „Höchst“ – der höchste Punkt der Weinsteige, hat es wunderschöne Jugendstilgebäude.
Die gleiche Szenerie wie oben mit dem Blick auf die Stuttgarter Innenstadt.

Weiter geht die Bergfahrt zur Nägelestrasse. Dabei wird die Bundesstrasse vom Stuttgarter Talkessel nach Degerloch überquert.

Jungfernfahrt für den neuen Triebwagen 1102. An der Nägelestrasse befindet er sich gerade auf Talfahrt ins Depot.

Auf Bergfahrt kurz vor der Haltestelle Nägelestrasse.

Ein letzter Frühling für die Triebwagen von 1982. Bald werden sie aufs Altenteil geschickt.
Kurz vor der Haltestelle Degerloch Zahnradbahnhof wird eine größere Strasse mittels Lichtsignal überquert.

Endstation Degerloch. Nach fünf Minuten Pause geht es wieder talwärts zum Marienplatz.
An den Seitenflächen haben die neuen Triebwagen ein stilisiertes Zahnrad. Bald werden sie den Betrieb auf der Zacke übernehmen.

Bei unserem Besuch am 10. März befand sich der im Oktober 21 gelieferte Triebwagen 1101 aus Platzgründen in der Hauptwerkstätte Stuttgart-Möhringen. Wenn die Umstellung auf die neuen Triebwagen erfolgt, werden die alten Triebwagen vom Zahnradgleis entfernt, um für die neuen Triebwagen im Depot Platz zu schaffen. Da keine durchgehende Gleisverbindung zwischen der Endstation Degerloch und der Hauptwerkstätte besteht, müssen die Überfuhren über die Strasse mit einem Tieflader durchgeführt werden.

Reisetipps:

Stuttgart lässt sich von der Schweiz aus bequem mit den durchgehenden IC`s ab Zürich besuchen. Vom Hauptbahnhof aus fährt es sich bequem mit der Stadtbahnlinie 5 in ca. 10 Minuten zur Haltestelle Haigst. Von dort aus sind es bis zur Zahnradbahnstrecke nur ca. 300 Meter Fußweg. Am Vormittag bietet sich an, mit dem Fotografieren auf der neuen Weinsteige zu beginnen. Nachmittags ab ca. 15 Uhr ist das Licht an der Liststrasse ideal. Die neuen Triebwagen werden wahrscheinlich ab Herbst planmässig verkehren. Solange sind noch die alten Triebwagen in Betrieb.

An Sonntagen bietet sich ausserdem der Besuch des Stuttgarter Strassenbahnmusums in Bad Cannstatt an. Von dort aus verkehren jeden Sonntag drei Kurse auf der letzten Meterspur Strassenbahnstrecke von Bad Cannstadt über den Charlottenplatz/Innenstadt bis Ruhebank-Fernsehturm. Eingesetzt werden alte Strassenbahn Triebwagen aus verschiedenen Epochen bis zum Stuttgarter Klassiker, dem GT4 Triebwagen.

2801, 2022

Winterferien im Illertal im Allgäu

By |28. Januar 2022|Categories: Unkategorisiert|Tags: , , , |Kommentare deaktiviert für Winterferien im Illertal im Allgäu

Der Klassiker im Illertal ist der Dorfblick von Altstädten. In der Dorfmitte ragt der Zwiebelturm der Kirche Peter und Paul aus den typischen Allgäuer Häusern heraus. Im Hintergrund thront der „Wächter des Allgäus“, der Berg Grünten über allem. Im letzten Sonnenlicht des 21. Januars 22 beschleunigt die 218 429 mit ihrem IC 2085 auf dem Weg nach Oberstdorf.
Einmal um 180 Grad zum oberen Bild gedreht geht der Blick in Richtung Westen. Ob der dicken Wolkenbänder bangte ich lange um das obige Sonnenbild. Zum Schluss hat es doch noch geklappt. Glück muss man einfach haben.

Winterwandern im Allgäuer Illertal

Manchmal tut eine kleine Auszeit der Seele gut. Wenn dann noch ein bisschen interessanter Eisenbahnbetrieb herrscht, glitzernder Schnee liegt und die Sonne scheint, dann ist das Glück des Fotografen perfekt.

So fuhr ich mit der Bahn von der Ostschweiz über St. Margrethen, Bregenz, Lindau bis nach Immenstadt im Allgäu. Von dort sind es noch ca. 15 km bis nach Fischen im Illertal. Streckenende ist in Oberstdorf, welches als Austragungsort der Vierschanzentournee recht bekannt ist. Von Fischen aus lässt es sich auf bequemen Winterwanderwegen entlang des Flusses Iller entweder in Richtung Langenwang – Oberstdorf oder in die entgegengesetzte Richtung nach Altstädten und Sonthofen recht gut wandern. Immer wieder mal kreuzen die Wanderwege die Stichstrecke, welche interessanten Bahnbetrieb aufweisen kann.

Allmorgendlich kurz vor 10 Uhr starten in Oberstdorf die beiden IC 2012 nach Dortmund und der IC 2084 nach Augsburg. Sie bieten den Urlaubsgästen aus dem Norden und dem Ruhrgebiet eine umsteigefreie Anreise nach den Allgäuer Urlaubsorten. Seit dem letzten Fahrplanwechsel werden die beiden IC durch Dieselloks der Baureihe 218 des Betriebshofes Kempten bis Stuttgart bzw. bis Augsburg befördert. Die Rückkehr des IC 2085 aus Augsburg ist in Oberstdorf kurz nach 16 Uhr und der des IC 2013 aus Dortmund kurz nach 18 Uhr.

Jetzt während der eher kurzen Sonnenzeit im Winter lassen sich am Vormittag beide IC bereits gut mit Licht aufnehmen. Am Nachmittag passt es für den IC 2085 ganz gut im weichen Nachmittagslicht, während es für den IC 2013 bereits schon dunkel ist. Die Regionalzüge nach Augsburg und München werden durch die bewährten Regioswinger der BR 612 gefahren, die Züge nach Ulm mit den neuen Pesa Link Triebzügen der BR 633 aus polnischer Produktion. Der Fahrplan ist relativ engmaschig. Alle 30 Minuten kommt ein Zug daher gefahren und bietet die eine oder andere Fotomöglichkeit.

So sind meine Ferientage recht schnell vorüber gegangen. Wenn man dann noch ein nettes Hotel mit Sauna hat, dann kann man sich abends vom laufen entspannen und von der Kälte wieder aufwärmen. 

Vormittags gegen 10 Uhr starten die beiden IC 2084 und 2012 von Oberstdorf in Richtung Augsburg und Dortmund. Am kleinen Fluss, der durch den Kurpark von Fischen fliesst, fährt der IC 2012 mit zwei Dieselloks der BR 218 vorbei. Wegen der Kälte schweben über dem Fluss noch ein paar Nebelschwaden.
Bei Langenwang/Schwaben begegnet uns ein neuer Triebwagenzug der BR 633 Pesa Link aus polnischer Produktion. Diese Triebwagen verkehren meist zwischen Ulm und Oberstdorf.
Gerade erst vor einigen Minuten kam die Sonne hinter den hohen Allgäuer Bergen hervor. Der IC 2012 durchfährt den Bahnhof von Langenwang/Schwaben.
Eines Vormittags hielten sich dicke Wolkenbänder an den hohen Bergen. Mit etwas Kreativität sind auch bei solchen Lichtstimmungen besondere Aufnahmen möglich. Der IC 2084 durchfährt gerade den Malerwinkel bei Unterthalhofen.
Die Regioswinger der BR 612 verkehren meist von Oberstdorf mit Ziel Augsburg und München. Hier kurz nach dem Sonnenuntergang bei Unterthalhofen.
Kurz vor Sonnenuntergang kommt der IC 2085 ganz pünktlich von Augsburg angefahren. Den Grünten umhüllt bereits ein Wolkenband. Dem Fotograf ist das Glück vergönnt, den IC im letzten Licht aufzunehmen. Kurz nach Langenwang.
Um 18 Uhr hält der IC 2013 von Dortmund nach Oberstdorf zum Ausstieg für die Feriengäste in Fischen. Nur noch wenige Kilometer, und der Zug hat sein Tagesziel erreicht.
3108, 2021

Begegnung mit dem Régiolis polyvalent

By |31. August 2021|Categories: Unkategorisiert|Tags: , , |Kommentare deaktiviert für Begegnung mit dem Régiolis polyvalent

Natürlich, Magdeburg liegt nicht im französisch-deutschen Grenzgebiet, aber auf dem Weg zwischen den Versuchsanstalten Minden und Velim. Warum der Versuchszug mit dem Régiolis 85503 am 24. 8. 2021 in Magdeburg Hbf einen längeren Halt einschaltete, wissen wir nicht.

Unser «Leserreporter» (wie die Funktion in den Massenmedien heisst…) begegnete ihm völlig zufällig und hat mal aufs Bild gebannt, was interessiert, wenn man dies alles mal aus der Nähe betrachten kann. Aufgrund der Messkabel lässt sich vermuten, dass der Zug auf einer Messfahrt oder zu einer Messfahrt unterwegs war (während des Lokführerstreiks notabene).

Über die Régiolis Transfrontalier-Züge haben wir NiK Frankreich/Deutschland EA 7/21 berichtet. Die 30 bestellten Einheiten sollen ab 2024 auf folgenden deutsch-französischen Strecken eingesetzt werden:

Metz–Trier

Metz–Saarbrücken

Strasbourg–Saarbrücken

Strasbourg–Karlsruhe

Strasbourg–Neustadt an der Weinstrasse

Strasbourg–Offenburg

Mulhouse–Müllheim

Der hier in Magdeburg Hbf fotografierte R 85503 war am 10. 7. 2021 in Neustadt an der Weinstrasse offiziell vorgestellt worden.

Fotos: Mario Constabel FEA

Traduction en français

Magdebourg ne se trouve pas à proximité de la frontière française, mais entre les centres d’essai de Minden et de Velim. Nous ignorons pour quelles raisons le train d’essai avec la rame Régiolis 85503 a fait un long arrêt en gare de Magdebourg Hbf le 24.8.21. Notre «lecteur reporter», selon la terminologie actuelle l’a vu et photographié tout à fait par hasard. La présence de câbles de mesures laisse supposer qui’il s’agit d’un train d’essai.

Un article sur les rames Régiolis transfrontalières figure dans la rubrique NiK France/Allemagne de l’EA 7/21. Les 30 rames commandées doivent circuler sur les lignes transfrontalières suivantes : 

Metz – Trèves

Metz – Sarrebruck

Strasbourg – Karlsruhe

Strasbourg – Neustadt an der Weinstrasse

Strasbourg – Offenburg

Mulhouse – Mülheim.

Cette rame Régiolis R 85503 avait été présentée officiellement à Neustadt an der Weinstrasse le 10.7.2021. 

Traduction: Francis Daetwyler

3008, 2021

Eine Fahrt mit der Biberbahn

By |30. August 2021|Categories: Unkategorisiert|Tags: , , , |Kommentare deaktiviert für Eine Fahrt mit der Biberbahn

Regioshuttle der Hohenzollerischen Landesbahn am 15. 8. 2021 in Radolfzell. 8.52 Uhr fährt bis Oktober sonntags nicht nur bis Stockach sondern über Messkirch bis nach Mengen .

Achtung Aktualisierung: Die Saison endet schon am 17. Oktober, weil danach die Strecke Radolfzell – Stockach saniert wird. Bitte Fahrplan auf der aktualisierten Homepage der Biberbahn beachten (Link am Ende dieses Blogs).

Saisonstart der Biberbahn nächstes Jahr ist der 1. Mai 2022

In den EA 12/20, 4,5 und 8/21 haben wir über die Reaktivierung der Ablachtalbahn Stockach–Messkirch –Mengen berichtet. Ein Besuch vor Ort am 15. August 2021 zeigte klar den touristischen Reiz dieser seit 1972 für den Personenverkehr geschlossenen Bahn, die ja eigentlich die kürzeste Verbindung zwischen Ulm und Schaffhausen ist, sich aber gegenüber der Südbahn über Ravensburg–Friedrichshafen nie durchsetzen konnte, weil sie durch eine dünner besiedelte Region fährt.

Schloss und Altstadt von Messkirch, vom Hauptbühl aus gesehen.
Ankunft in Mengen an der Donautalbahn Ulm–Sigmaringen–Tuttlingen
Bis zur nächsten Abfahrt muss der Zug aus Stockach verschwinden, damit sich die Züge der Donautalbahn kreuzen können.
Danach füllt sich der Zug der Biberbahn wieder.
„Mir wellet au mitfahra am Hbf Krauchenwies, Hohenzollern“ – steht auf dem Holzschild. Noch wird aber im ehemaligen Abzweigbahnhof Krauchenwies, wo sich die Strecken nach Sigmaringen und Mengen verzweigten, nur – aber zumindest – Holz verladen.
Ankunft in Messkirch. Das stattliche Bahnhofgebäude hat überlebt. Alte Fotos von 18.5.1979 zeigen die einstige Gleisanlage mit den mechanischen Sicherungsanlagen.
Auch aus dieser Perspektive sieht es heute ganz anders aus.
Messkirch, 5. 9. 2021
Verschiedene Barrierenanlagen konnten wieder reaktiviert werden.
Keinen Halt gibt es auch im früheren Abzweigbahnhof Schwackenreute, wo von der alten „Pracht“ – hier am 8.9.1978 – kaum noch etwas zu sehen ist. Einst sollte durch diese Gegend auch die direkte Verbindung Wien – Paris führen…
Das teilweise eingestürzte Aufnahmegebäude ist heute nur noch weitab zwischen Bäumen als Ruine erkennbar. Ob es wieder aufgebaut wird – wie eigentlich geplant – ist offen.
Schöner sieht es in Stockach aus.
Hier wurde der Personenverkehr längst wiedereröffnet, und im Zusammenhang mit der Elektrifizierung der Bodensee-Gürtelbahn ist auch vorgesehen, die Fahrleitung nach Stockach zu ziehen.
Links ein Abstellgleis, rechts das Streckengleis Stockach – Mengen.
Links der Zug nach Mengen, rechts das Seehäsle nach Radolfzell, Stockach, 15.8.2021

Weitere Infos zur Biberbahn: www.biberbahn.de

Interessant  ist- gerade auch für Besucher aus der Schweiz – dass auf der Biberbahn auch das Baden-Württemberg-Ticket gültig ist.

Etwas Geschichte zum wenig bekannten Schienennetz im früheren Dreiländereck Baden/Hohenzollern/Württemberg ist – allenfalls mit dem EA-USB-Stick – in einem Artikel mit historischen Fotos im EA 6/97 zu finden.

Alle Fotos: Christian Ammann, SVEA

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