19 Jan

Zweidlen im Modell

Echo auf unsere Blogs zum Thema Zweidlen von Christoph Müller MBZU https://mbczu.ch/

Ein Teil der Station Zweidlen ist ab der Betriebszentrale in Zürich Flughafen bedienbar. Fahrten durch das Gleis 3 sind aus der Betriebszentrale bedienbar. Dies wird jeweils in den Randstunden und am Wochenende so gemacht. Sobald aber Kreuzungen und Rangierverkehr stattfinden, ist eine örtliche Bedienung nötig.

Beim MBCZU haben wir seit 1982 den Bahnhof Zweidlen als H0 Modul. Im 2022 kam nun endlich ein schönes Stationsgebäude hinzu, welches das Kartonrelief ablöste.
Der Modulbahnhof bildet den Zustand vor dem Stellwerkersatz im Jahr 1985 dar. Damals wurde das mechanische Stellwerk durch ein mit Occasions Domino 55 Stellwerk ersetzt, welches heute noch in Betrieb ist.

03 Nov

Impressionen aus der Swissminiatur

Die Swissminiatur ist immer wieder ein Besuch wert. Neben den schön erbauten Schweizer Sehenswürdigkeiten im Massstab 1:25 beinhaltet der Park auch eine imposante Modellbahnanlage im selben Massstab. Vertreten sind die SBB sowie diverse Privatbahnen, welche auf verschiedenen Rundkursen oder im Pendelbetrieb unterwegs sind. Eindrucksvoll ist, dass die Modellbahn komplett im Eigenbau entstanden ist und dem rauen Freilichtbetrieb trotzt. Und dies sogar mit Fahrleitung und gehobenen Stromabnehmern.

Im EA 9/92 sind einige technische Details über die Anlage zu finden. Beim Betrachten dieses Artikels fällt auf, dass fortlaufend neue Fahrzeuge gebaut wurden.

Ae 6/6 11441 Appenzell durchfährt mit einem internationalen Schnellzug eine Schlucht.
Kantonslok Ae 6/6 11401 Ticino vor passendem Gebäude: Zollhaus Dazio Grande.
Der ETR 470 «Cisalpino» im Massstab 1:25 erreicht eine eindrucksvolle Länge.
Der Rote Pfeil steht im Bahnhof Burgdorf bereit für eine Gesellschaftsfahrt.
Im Bahnhof Sion begegnen sich der RABe 12/12 «Mirage» und das selbstfahrende Postauto «SmartShuttle». Nicht nur die Mirage ist Geschichte, auch das selbstfahrende Postauto ist bereits wieder Geschichte.
Entlang des Basler Rheinhafens fährt eine Re 4/4 I mit einer Komposition aus Leichtstahlwagen.
Der Glacier-Express vor einem tosenden Wasserfall. Da der Zug nicht auf einem Rundkurs unterwegs ist, ist die Komposition beidseitig mit einer HGe 4/4 II verpendelt.
Vor der Kulisse des Schloss Thun (links) und der Häusergruppe um das Winkelried Denkmal (rechts) pendeln zwei Züge mit BDeh 4/4 Triebwagen der LSE hin und her.
Im Schatten des Eigers fährt ein Jungfraubahn BDhe 2/4 von der Kleinen Scheidegg los Richtung Jungfraujoch.
04 Okt

Der Renault-Dieseltriebwagen der Chemins de Fer de la Provence ist wieder in Betrieb

Der ZZ 6 am 30.9.23 unterhalb der Zitadelle von Entrevaux

Im EA 9/23 – Neues in Kürze – haben wir über die Inbetriebnahme des restaurierten Renault-Triebwagens auf den Chemins de fer de la Provence berichtet:

CP/GECP     Der Autorail Renault ABH1 ZZ 6 wurde während vier Jahren durch Freiwillige in Puget-Théniers betriebsbereit aufgearbeitet. Er machte am 23. Mai 2023 seine erste Probefahrt nach Annot und steht nun nach Erhalt der Betriebsbewilligung für Gruppen-, Fotofahrten und Filmaufnahmen zur Verfügung werden. Sein Äusseres entspricht dem Zustand nach der zweiten Modernisierung 1973 mit kaum sichtbaren Veränderungen des dritten Umbaus von 1984. Der leuchtend blaue Anstrich ersetzte ab Mitte der 1960er-Jahre auch bei den weiterhin eingesetzten Renault-Triebwagen die Farbgebung Braun-Crème.

Die hier gezeigten Bilder hat José Banaudo GECP am Wochenende des Denkmals (Journées européennes du Patrimoine) vom 16./17. September 2023 gemacht, wo die Wiederinbetriebnahme des ZZ 6 und der 100. Geburtstag der portugiesischen Mallet-Dampflokomotiven E 211 und E 182 gefeiert wurde, und danach am 30. September/ 1. Oktober 2023, wo der ZZ 6 für Gruppen unterwegs war. Die Fotos sind nicht durchwegs chronologisch eingereiht.

ZZ 6 und Dampfzug des GECP am 16. 9. 2023 in Annot

Der bergwärts fahrende ZZ 6 zwischen Entrevaux und Agnerc bei den bekannten Aquädukten von Les Cornillons, auch “Elefanten” genannt.

Bei der Talfahrt drückt schon etwas die Sonne durch. 16. 9.2023

Ausfahrt aus dem Tunnel von Entrevaux, 16. 9. 2023.

Am Bahnübergang PN 630 von Le Cians

Ein klassisches Bild des Zugs Annot – Puget-Théniers am Morgen des 17. 9. 2023 auf dem Viaduc de la Donne.

Der GECP-Dampfzug mit der E 211 in Le Fugeret, 17. 9. 2023

Die Socofer-Lokomotive mit dem Schneepflug in Le Fugeret, 17. 9. 2023

Nochmals kurzer Themawechsel: Zug 31 Nice – Annot unterhalb der Zitadelle von Entrevaux.

Und nochmals die markante Zitadelle mit dem ZZ 6.

Die Mallet E 182, ausgestellt auf Gleis 4 in Puget-Théniers, neben dem abfahrtsbereiten Dampfzug nach Annot. Die neuen Wasserkästen und das Führerhaus wurden durch die Berufsschule Jean-Perrin in Marseille rekonstruiert. 16. 9. 2023.

Der ZZ 6 am 30. 9. 2023 am Bahnübergang von Le Cians.

In der Kurve von Le Salvaret, im Hintergrund Villars.

Villars-sur-Var

In Puget-Théniers, entlang dem Fluss Var, 1.10.2023

Kreuzung mit Zug 2 in Puget-Théniers, 1. 10. 2023.

Rangieren in Entrevaux vor dem Einsteigen der Gruppe.

Ein paar Stunden später kehrt der Triebwagen leer nach Puget-Théniers zurück.

ZZ 6 und E 211 (war unterwegs für Film-Dreharbeiten) am Abend in Puget-Théniers, 1.10.2023.

Alle Aufnahmen: José Banaudo, GECP

16 Sep

Nochmals Zweidlen

Der Blog vom 24. Juli 2023 vermittelt den Reiz des Bahnhofs Zweidlen an der Hochrheinstrecke Eglisau – Koblenz. Während er vor allem den interessanten Zugverkehr zeigt, war “meine Stunde Zweidlen” am 26. Mai 2023 etwas Spurensuche Richtung Vergangenheit, mit kleiner Überraschung aus dem Kieswerk.

Natürlich faszinierten der Holzbahnhof der “Classe V” der Nordostbahn von 1876, modernisiert kurz nach der Elektrifikation von 1945. Und auch die ab etwa 1905 aufgestellten Läutewerke stehen noch.

Links das einglockige Spindelläutewerk (Eglisau), rechts das zweiglockige (Weiach-Kaiserstuhl)

Zeitreise in die Vergangenheit: Da steht rechts doch noch der heute längst vergessene Winkelkarren für den Gepäckeinlad.

Koffer, Skis, Zugschlüsse, Militärgepäck (hier auch ein Offizierskoffer und ein Rucksack) wurden so zum Zug gebracht oder aus dem Gepäckwagen ausgeladen, ein praktisches und leichteres Gefährt, statt mit dem schweren Handwagen auf den schmalen Perrons und über die Holzbretter der Übergänge zu fahren.

Doch nun kam noch unerwartet Besuch aus dem Kieswerk …

… und konnte sogar mit dem alten Aufnahmegebäude zusammen abgelichtet werden.

Zwei (frühere) Bahnhöfe weiter, wieder ein Schienentraktor und seitenverkehrt das gleiche Gebäude. Wir sind in Rümikon-Mellikon, seit Fahrplanwechsel vom 28. Mai 1995 durch die Haltestellen Rümikon AG und Mellikon ersetzt und dank privatem Engagement in der Bausubstanz gerettet und restauriert.

Alle Fotos: Christian Ammann

06 Sep

Gesehen in Arbon

Der Capricorn ABe 4/16 3155 wurde schon am 23. 7.2023 abgeliefert. Und bereits ist auch der 3157 im Anrollen. Bruno Flückiger, FEA, hat ihn heute in Arbon “erwischt”, bei einer Überfuhr aus Altenrhein mit dem RBDea 94 567 173-0. Abfahrt 13.26 Richtung Romanshorn VL.

Alle Fotos von Bruno Flückiger, FEA

17 Aug

Historische AB-Fahrzeuge erhalten Sankt Galler Kulturerbe-Label

Der Extrazug zur Feier mit DZeh 2/4 22, AB 12 und AB 13 in Rorschach

Der Kanton St.Gallen hat heute acht Fahrzeuge der Stiftung Historische Appenzeller Bahnen als Teil seines beweglichen Kulturerbes unter Schutz gestellt. Zum feierlichen Anlass ging es mit der Lokomotive DZeh 2/4 Nr. 22 und den beiden Personenwagen AB 12 und AB 13, alle im Jahr 1930 gebaut, um 15.23 Uhr vom Bahnhof Rorschach nach Wienacht-Tobel und danach wieder talwärts nach Wartensee.

Blick auf die Riggenbach-Zahnstange in Wienacht-Tobel

Aussteigen in Wartensee

Im Schloss Wartensee wurde nach Ansprachen und interessanten Erläuterungen durch Frau Manuela Reissmann, Fachverantwortliche Kulturerbe der gleichnamigen kantonalen Fachstelle, die Vereinbarung über die Unterschutzstellung unterzeichnet. Anschliessend überreichte Regierungsrätin Laura Bucher dem Stiftungsratspräsidenten Thomas Baumgartner das Kulturerbe-Label des Kantons St. Gallen in Form einer Urkunde und Kulturerbe-Plaketten für die geschützten Fahrzeuge. Das Label schliesst eine allfällige Beurteilung als Kulturerbe der Kantone Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden und damit als gemeinsames Kulturerbe der drei Kantone nicht aus.

Die Stiftung Historische Appenzeller Bahnen ist Eigentümerin von Schienenfahrzeugen, die einst im regulären Betrieb auf den Strecken der heutigen Appenzeller Bahnen unterwegs waren. Die Stiftung und die angegliederten Vereine setzen sich für den möglichst fahrbereiten Erhalt der historischen Fahrzeuge und die Vermittlung ihrer Geschichte ein. Unter Schutz gestellt wurden nun acht dieser Fahrzeuge: Drei der früheren Rorschach – Heiden-Bergbahn: Triebwagen DZeh 2/4 Nr. 22 und die beiden Personenwagen AB 12 und AB 13, zwei der früheren Altstätten–Gais Bahn: CFe 3/3 Nr. 2 und der Personenwagen C 13, beide 1911 gebaut, sowie von der Strecke St.Gallen–Gais–Appenzell der 1931 gebaute Triebwagen BCFeh 4/4 Nr. 5 (s’Föfi), der Personenwagen C 119 und der Fakultativwagen C 203 aus den Jahren 1904 und 1889. Die Fahrzeuge sind den entsprechenden Herausforderungen der jeweiligen Streckenführung angepasste, massgefertigte Konstruktionen. So benötigten die zur Elektrifizierung der Strecke St.Gallen–Gais–Appenzell neu beschafften BCFeh 4/4 1– 5 eine grosse Zugkraft und hohe Kurvengängigkeit um die damals engste Zahnradkurve der Welt, die 2018 abgebrochene Ruckhalde-Kurve in St.Gallen, überwinden zu können.

An der Feier zumindest auf dem feinen Biber der Biber-Bäckerei Mesmer in Herisau präsent, s’Föfi!

Da kommen natürlich auch Erinnerungen auf an s’Vieri, vor 30 Jahren im Gaiserbahnhof St. Gallen.

Die unter Schutz gestellten Fahrzeuge verweisen auf die vielfältige historische Bedeutung der Eisenbahn für die Region, insbesondere für die Textilindustrie und den Tourismus, aber auch für die Entwicklung von Mobilität, Verkehr und Technik. Zudem zeugen sie vom grenzüberschreitenden Austausch und von den eng verflochtenen Beziehungen zwischen dem Kanton St. Gallen und den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden.

Das neue Kulturerbe-Verzeichnis ist im März dieses Jahres in einer Pilotphase in Betrieb genommen worden und kann nun unter kulturerbe.sg.ch eingesehen werden. Mit seiner Einführung setzt der Kanton St.Gallen eine wesentliche Vorgabe des im Jahr 2018 in Kraft getretenen Kulturerbe-Gesetzes um. Das Verzeichnis gibt einen Überblick über das unter Schutz gestellte bewegliche Kulturerbe des Kantons und wird laufend um neue Unterschutzstellungen aktualisiert. Es sichert Kenntnis und Wissen über dessen Bestand, Zustand und Aufbewahrung. Als erstes öffentlich zugängliches, kantonales Verzeichnis dieser Art ist es an das Bundesverzeichnis angebunden und kann so den Schutz bei unrechtmässigem Abhandenkommen und vor Abwanderung ins Ausland verbessern.

Zugeinfahrt in Wartensee 17.45 Uhr. Nun soll die Kulturerbe-Plakette an der Lokomotive befestigt werden.

Doch das ist nicht so einfach an einer Lok von 1930 und ohne etwas kaputt zu machen. So wird dies Fachleuten überlassen, aber für die Fotografen posieren Frau Regierungsrätin Laura Bucher und der Stiftungspräsident und AB-Direktor Thomas Baumgartner mit dem Label.

Allerdings, es spiegelt…

… und erst ein Schnappschuss mit dem Pressefotografen beweist: Es ist absolut leserlich!

Und sogar handytauglich!

Nach vielen Fotos naht die Abfahrtszeit…

… und es geht in den stimmungsvollen Erst-/Zweitklasswagen, mit Fenstern, die geöffnet werden können und vielen Erinnerungen an frühere Bahnreisen hinunter nach Rorschach. Kulturerbe zum Erleben und Zurückerinnern!

Der AB 13

Und die RHB-Lok 22 mit nur einem, talseitigen Führerstand

Eine schöne Feier, aber auch ein wichtiger Schritt zur Erhaltung historischer Schienenfahrzeuge. Es gibt – nach unserem Wissensstand – noch wenige weitere Kantone, die den Schutz des beweglichen Kulturgut ebenfalls gesetzlich geregelt haben, Tessin, Waadt, Freiburg, Basel-Landschaft und Bern? Das Kulturerbe-Verzeichnis des Kantons St. Gallen ist offenbar das erste öffentliche Verzeichnis dieser Art in der Schweiz.

Der Blog basiert weitgehend auf der Medienmitteilung des Departemens des Innern des Kantons Sankt Gallen.

Alle Fotos: Christian Ammann

31 Jul

Winterthur – Genf, einmal anders

Heute dauert die Fahrt von Winterthur nach Genf im IC keine 3 1/2 Stunden. Und einen hundertjährigen Tramwagen bringt man normalerweise von Winterthur auf der Strasse nach Genf, billiger und wesentlich einfacher als per Bahn.

Die Idee, einen solchen Transport in Begleitung einer fröhlichen Reisegesellschaft als Extrazug durchzuführen, mit dem historischen BDe 3/4 «Tino» (ex BT), dem mustergültig restaurierten C 5820 «Thurgauerstube» und dem allseits bewunderten Xd4ü «Dynamometerwagen» (EA 2/22), stammt also fast aus einer andern Zeit oder Welt. Man braucht dafür viel Idealismus, Geduld, ein tolles Team von Helfern, eine generalstabsmässige Vorbereitung, wo nichts dem Zufall überlassen wird und dann auch noch etwas Glück. Und die Fahrt dauert etwa 8 Std. , nicht eingerechnet all die Zeit für Auflad und Ablad.

Warum der Genfer Tramwagen B 369 nach Winterthur kam, zusammen mit dem K 410, ist in “Neues in Kürze” in den EA 12/22, 3/23 und 5/23 erläutert: Die Association Genevoise du Musée des Tramways AGMT https://agmt.ch/ liess bei Historic Rail Services in Winterthur ihren Personenwagen 369 (SIG 1919) und den im Dezember 2000 von den TPC/BVB übernommene K 204 (SWS 1913, EA 4/01) restaurieren und betriebsfähig aufarbeiten. Dazu wurden beide Wagen am 22. August 2022 nach Winterthur transportiert.

Für die Revision der Bremsen und Radsätze wurde der sozusagen als Replika aus dem K 204 entstandene CGTE-Güterwagen K 410 am 8. Februar 2023 in die TPC-Werkstatt Aigle transportiert. Am 25. März wurde er dann auf dem Gelände des TPG-Depots in Le Bachet erstmals vorgestellt, um später die technische Zulassung für das TPG-Netz zu erhalten.

Samstag, 29. Juli 2023: Ein ungewohnter Anblick in Winterthur an Gleis 8

Der Dynamometerwagen

Zwischenhalt in Baden

Natürlich wird unser Zug überall fotografiert, denn der Fahrplan war auch veröffentlicht worden.

Uns bleibt im Dynamometerwagens der einzigartige Blick auf den B 369, teils mit speziellen Kombinationen, hier in Deitingen.

Über die Aarebrücke in Solothurn

Duchfahrt in Twann

Ein in jeder Hinsicht historischer Schnappschuss in Ligerz

In Daillens gibt es aber eine ungeplant längere Pause. Trotz genauer Kontrolle und Unterhalt hat der Dynamometerwagen einen “Heissläufer”. Also geordneter Umzug eines Teils der Gruppe, von Getränken, Essen, Geschirr und Gepäck in die übrigen beiden Wagen, wo aber alles Platz findet. Dann wird der Dynamometerwagen mit Hilfe des Tm ausgereiht und nach rund einer Stunde geht es weiter. Dank guter Koordination mit den SBB-Disponenten und einer tollen Leistung des BDe 3/4 43 “saust” der Zug nun dem Genfersee entlang und holt etwa 20 Minuten auf.

Für die technischen Begleiter ist das “Abenteuer” allerdings noch nicht ganz ausgestanden. Es folgt der Umlad auf den Lastwagen von Friderici, und erst etwa um 20.30 Uhr rollt der B 369 im Depot Le Bachet wieder auf die heimatliche Meterspur. Die Erleichterung, Freude ja Begeisterung ist gross. Gleichzeitig wird dem AGMT auch ein “Check” von 6000 Fr. überreicht, finanziert aus den “Billetteinnahmen” und Spenden der Reisegesellschaft.

Am Sonntagmorgen, 30. Juli 2023 holt uns der AGMT um 9.50 Uhr zu einer herrlichen Extrafahrt in Carouge Rondeau ab. Der B 369 muss natürlich erst noch zugelassen werden. So fahren wir mit dem Motorwagen 67, dem B 363. Zum ersten Mal nimmt aber der K 410 an einer Extrafahrt teil und transportierte das Gepäck der Gruppe!

Die Fahrt durch die Strassen von Carouge und Genf am Sonntagvormittag ist einzigartig. Und vor Abfahrt an der Haltestelle blasen die Wagenbegleiter in die Signalhörner.

Die Fahrt geht zum Bahnhof Cornavin und dann, mit einem Abstecher nach Lancy Pont Rouge gare, wieder zurück nach Le Bachet.

Der K 410 ist ein Schmuckstück geworden!

In der Wendeschleife Lancy Pont Rouge gare

In Le Bachet endet leider die herrliche Fahrt und es geht hinunter zu den Perrons der neuen Station. Die neue RER-Linie bringt uns zum Bahnhof Cornavin.

Um 12.32 Uhr geht es in Genève Cornavin ab dem internationalen Perron von Gleis 7 zurück nach Winterthur. Gegenüber steht ein TGV… Das Wetter ist herrlich und alles verläuft nach Plan. In Daillens grüssen wir im Gleisstumpen 34 den zurückgebliebenen Dynamometerwagen, der schon am nächsten Tag ins PTT-Paketzentrum in Sicherheit gebracht wird.

Foto im Paketpostzentrum Daillens: Historic Rail Services

Bei einem Zwischenhalt in Le Landeron fotografiert auch Christian Jaquier unseren Zug, glücklicherweise auch zwei Fahrzeuge, die angesichts der “Hauptdarsteller” bei diesem Blog fast vergessen gingen!

Tm IV no 232 164 au Landeron le 30.7.2023

C 5820 au Landeron le 30.7.2023

An dieser Stelle ganz herzlichen Dank für diese super geplante und durchgeführte Reise, wo trotz des Heissläufers dank professioneller und betrieblicher Kompetenz das Programm und die Stimmung “auf den Gleisen blieb”. Auch dankbar sind wir, dass der herrliche B 369 unterwegs nicht noch von Hagel demoliert wurde. Unvergesslich bleibt die Fahrt im Museumszug. Ja, Genf ist per IC ja viel schneller erreichbar als mit einem historischen Zug und einem alten Tram im Huckepack! Und der AGMT führt regelmässig, normalerweise am ersten Sonntag des Monats, Extrafahrten durch, https://agmt.ch/-Agenda-.html

Fotos und Schnappschüsse: Christian Ammann

Die letzten beiden Fotos: Christian Jaquier. Herzlichen Dank!

PS: Ein faszinierendes Echo von Sébastien Jacobi: Er erinnert daran, dass der BDe 3/4 43 der früheren Bodensee -Toggenburg Bahn mit der Reise nach Genf gewissermassen auch zu seinen Ursprüngen zurückkehrte: Denn seine elektrische Ausrüstung stammt von Sécheron (SAAS).

24 Jul

Der Bahnhof Zweidlen am 14. Juli 2023

Obwohl der Bahnhof Zweidlen an einer Nebenstrecke liegt, weist dieser einige spannende Merkmale auf:

  • Gleisanschluss zum Kieswerk “Weiacher Kies AG” und Heimatbahnhof der Weiacher-Kieswagen
  • Grosszügige Gleisanlage mit fünf Bahnhofsgleisen
  • Abwechslungsreiche Infrastruktur: Teilweise sind noch die ursprünglichen Beton-Fahrleitungsmasten vorhanden
  • Einer der wenigen SBB Bahnhöfe, welcher nicht von einer Betriebszentrale ferngesteuert werden kann
Ein abgestellter Ganzzug auf dem Gleisanschluss der Weiacher Kies AG mit Wagen vom Typ JMR-96.
10:53 Uhr: Vectron 193 534 von SBB Cargo International mit einem Kesselwagen-Ganzzug beim Einfahsignal Zweidlen Seite Kaiserstuhl AG.
11:26 Uhr: In Gegenrichtung folgt ein Kesselwagen-Ganzzug mit der Re 620 013 “Rapperswil”.
11:54 Uhr: Ein leerer Schotterzug von SBB Infrastruktur mit der Re 620 075 “Gelterkinden” auf der Rangierfahrt ins Anschlussgleis vom Kieswerk.
12:25 Uhr: UKV-Zug bespannt mit der Vectron 193 519 bei der Durchfahrt im Bahnhof Zweidlen Richtung Westen.
13:16 Uhr: RABe520 010 der S36 Bülach – Koblenz bei der Abfahrt. Das Bild gibt einen guten Überblick über die Gleisanlage: Die S36 befindet sich auf dem Durchfahrtsgleis 3, links davon das Gleis 4, welches über die DKW ins Kieswerk führt.
14:50 Uhr: Die Am 843 083 auf der Durchfahrt mit einem modellbahngerechten Güterzug im Schlepp. Der Bahnhof ist noch nicht behindertengerecht, das Zwischenperron an Gleis 3 hat einen Hilfstritt.
15:03 Uhr: Der leere Schotterzug vom Morgen ist befüllt und bereit für die Rückfahrt Richtung Eglisau. Der Zug ist wieder mit der Re 620 075 bespannt.
15:16: Abfahrt des RABe 520 010 der S36 Bülach – Koblenz. Im Vordergrund sind zwei Betonmasten sichtbar.
Details an der Weiche 7: In gerader Stellung der Weiche wird «Stumpengleis» mit der runden orangen Tafel (bei Tag) respektive mit dem orangen Glas in der Weichenlaterne (bei Nacht) signalisiert. Da das Stumpengleis nicht mit einem Fahrdraht ausgestattet ist, zeigt die gelb-schwarze Tafel zudem “Stromabnehmer senken” an.
13 Jul

Erinnerungen Bahnhof 2000 Frauenfeld

Vor über 20 Jahren war der Bahnhof Frauenfeld im Totalumbau. Auf der Homepage der Frauenfelder Eisenbahn Amateure FEA wurde nun dazu eine grosse Fotodokumentation veröffentlicht, die sich vor allem an die Frauenfelder Bevölkerung richtet, aber auch sonst auf Interesse stossen kann.

https://fea-frauenfeld.ch/bahnhof2000.html

Foto oben: Bau des unterirdischen Strassenkreisels im August 1998

Foto unten: Die Baugrube zwischen dem früheren Bahnübergang Rheinstrasse und dem Bahnhofplatz, Februar 1998. Fotos: Christian Ammann 

28 Apr

«Mission completed»

Auflösung der AlpTransit Gotthard AG

Die 1. TBM von Bodio brach am 6. September 2006 in die Multifunktionsstelle Faido durch (Foto © Wikipedia/Cooper)

Mit dem Bau der Gotthard- und Ceneri-Basistunnels ist das Jahrhundertwerk NEAT finalisiert. Die AlpTransit Gotthard AG als Bauherrin hat ihre Arbeiten erfolgreich abgeschlossen. Sie wird Ende April 2023 durch Fusion mit der SBB aufgelöst. Die SBB übernimmt 1800 Laufmeter Akten.
Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme der Basistunnels widmete sich die AlpTransit Gotthard AG (ATG) den Abschlussarbeiten, wie beispielsweise die Rückbau- und Rekultivierungsarbeiten ausserhalb der Tunnels. Die ATG hat ihre Ziele erreicht: Die Basistunnels wurden termingerecht in Betrieb genommen und die Endkosten der NEAT am Gotthard und am Ceneri betragen insgesamt CHF 12.105 Mrd. und liegen damit mehr als eine Milliarde unter der von den Eidgenössischen Räten im Jahr 2008 bewilligten Finanzierung von CHF 13.157 Mrd. (Preisstand 1998, ohne Teuerung). Nach dem Motto «Mission completed» wird die ATG Ende April 2023 durch Fusion mit der SBB aufgelöst.

SBB bewahrt ATG-Akten 20 Jahre lang auf


Die SBB übernimmt von der ATG 1800 Laufmeter Akten. Für diese Akten gilt die gesetzliche Aufbewahrungsfrist von 20 Jahren. Unterlagen, welche für die langfristige Geschichtsschreibung aufbewahrt werden, sind von der ATG bereits an SBB Historic geliefert worden. Dazu gehören Bauwerksakten, die Anlagendokumentation der ATG-Vorphasen sowie eine umfangreiche Multimediasammlung mit Bildern, Filmmaterial und Publikationen. Letztes Jahr wurden in einem Erschliessungsprojekt die sogenannten «Altdaten ATG» mit Unterlagen aus den 1990er Jahren bei SBB Historic bearbeitet. Diese sind nach Ende der gesetzlichen Schutzfrist von 30 Jahren für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die AlpTransit Gotthard AG (ATG) wurde am 12. Mai 1998 gegründet und ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). Im Auftrag des Bundes baute die ATG die NEAT-Gotthardachse mit den Basistunnels am Gotthard und Ceneri. Der 2016 eröffnete Gotthard Basistunnel ist mit 57 Kilometern der längste Eisenbahntunnel der Welt. Zusammen mit dem Ceneri-Basistunnel, welcher im Dezember 2020 in Betrieb ging, wurde die NEAT auf der Gotthardachse vollendet.

Die NEAT bringt Menschen und Güter im Norden und Süden rascher und zuverlässiger zusammen. Schnellere, häufigere und bequemere Verbindungen sowie neues und modernisiertes Rollmaterial erhöhen die Qualität auf der Nord-Süd-Achse deutlich und bieten den KundInnen mehr Sitzplätze.

Für den Güterverkehr bringt der neue Gotthardtunnel mehr Kapazität, schnellere Verbindungen und höhere Zuverlässigkeit. Dank den beiden Basistunnels und den Ausbauten auf den Zulaufstrecken können längere Züge geführt und grössere Lasten (4-Meter-Korridor) transportiert werden. Die Güterverkehrsunternehmungen erhalten effiziente, staufreie und umweltfreundliche Lösungen für ihre Logistikbedürfnisse. Damit steigt die Wettbewerbsfähigkeit auf der Nord-Süd-Achse für die Schiene deutlich.

(SBB CFF FFS/zVg)

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