christian_heer
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Endbahnhof mit Schloss: L’Isle
Die Meterspurbahn der Transports de la région Morges–Bière–Cossonay (MBC; ehemals BAM, Chemin de fer Bière–Apples–Morges) umfasst die Hauptlinie Bière–Morges sowie die weniger bekannte Zweiglinie Apples–L’Isle. Viele Bahnhöfe der MBC verfügen über barrierefreie Perrons und eine moderne, schlanke Infrastruktur. Im Endbahnhof L’Isle ist davon jedoch wenig zu sehen. Hier fühlt man sich in eine vergangene Zeit zurückversetzt.

Wer L’Isle mit dem Zug erreichen möchte, muss im Keilbahnhof Apples umsteigen. Der Triebwagen Be 4/4 (Stadler, Baujahre 2015/2016) steht zusammen mit dem Steuerwagen Bt 51 aus den 1980er-Jahren zur Fahrt zum Endbahnhof bereit.

Schon fast nostalgisch: Die Fenster des Steuerwagens Bt 51 lassen sich noch öffnen und ermöglichen einen Blick über das Jurafussplateau bis zum Mont Blanc (rechts der Bildmitte).

Von Morges am Genfersee bis Apples steigt die Linie um rund 260 Höhenmeter an. Ab Apples führt die Strecke durch eher flaches Gelände bis an den Jurasüdfuss.

Einfahrt in den Endbahnhof mit der bescheidenen Gleisanlage und der einständigen Remise.

In L’Isle bestehen Anschlüsse an die Buslinien der MBC.

Die Gleisenden in L’Isle: Die beiden linken Prellböcke sind sowohl für Schmalspurfahrzeuge mit +GF+ - Kupplung als auch für auf Rollböcken transportierte Normalspurfahrzeuge ausgelegt.

Das Ziel der Reise ist erreicht: L’Isle mit dem Schloss aus dem 17. Jahrhundert als Wahrzeichen.
Neueröffnung vom Smilestones
Der 28. März war ein bedeutender Tag für das Smilestones. Nach sechs herausfordernden Monaten fand die Neueröffnung der Miniatur-Schweiz am neuen Standort im «Rhyfall Village» in Neuhausen statt.
Seit unserem letzten Besuch im Februar (wir berichteten im EA 3/26) hat das Smilestones-Team Enormes geleistet. Sämtliche Trennstellen in der Modelllandschaft, die durch das Zügeln entstanden waren, sind geschlossen, und die Anlagenteile «Ostschweiz» und «Berner Oberland» sind wieder vollständig in Betrieb.

Der rote Teppich ist ausgerollt und bereit für die geladenen Gäste und die Presse zu den Eröffnungsfeierlichkeiten.

In einer Runde aus Vertreterinnen und Vertreter von Smilestones, Schaffhausen Tourismus sowie der Lokal- und Kantonspolitik wurde über die Vergangenheit und die Zukunft vom Smilestones diskutiert. Nicht nur die Modellbahn zeigt Szenen mit einen Augenzwinkern, auch diese Podiumsdiskussion wurde zwischendurch mit Humor geführt.

Während die Morgendämmerung über der Miniatur-Ostschweiz anbricht, betrachten die Besuchenden fasziniert die Modelllandschaft.

Ein Blick von der Galerie auf die zahlreichen Gäste der Eröffnungsfeier.
Making-of: Der Samichlaus im Hauptbahnhof
Im Titelbild des Eisenbahn-Amateur 12/2025 ist der Samichlaus mit seinem Schmutzli und dem Esel im Hauptbahnhof unterwegs. Die folgenden Bilder zeigen, wie dieses Foto auf der H0-Clubanlage des Modelleisenbahn-Clubs Flawil entstand.
Im Beitrag «Modellbahnfotografie» in der oben genannten Ausgabe des Eisenbahn-Amateurs werden zudem weitere Tipps zur Fotoausrüstung, Motivwahl, Schärfentiefe sowie zur Bildbearbeitung gegeben. Eine grosse Schärfentiefe ist bei der Modellbahnfotografie meistens eine besondere Herausforderung und wurde beim Titelbild mit diesem Vorweihnachtsbild durch Fokus-Stacking erreicht.

Für das vorweihnachtliche Bild konnten glücklicherweise käufliche Figuren für den Samichlaus mit Schmutzli (Noch, Art.-Nr. 15923) sowie den Esel (Preiser, Art.-Nr. 10151) verwendet werden. Was dem Esel jedoch fehlte, war der Packsattel für Nüsse und Mandarinen. Dieser wurde mit der Modelliermasse FIMO aus dem Bastelladen geformt.

Nach dem Aushärten der Modelliermasse im Backofen folgte das Bemalen des Packsattels sowie die Anbringung des Eselgeschirrs aus dünnem Kupferdraht. Links der Samichlaus-Esel, rechts das Original von Preiser. Auch der Schmutzli erhielt eine leichte Anpassung.

Die Figuren sind unter der Bahnhofshalle positioniert und die Digitalkamera Olympus OM-D E-M10 Mark IV ist bereit für die Aufnahmen. Die Fotoleuchten (nicht im Bild) mussten mehrfach verschoben werden, um eine optimale Beleuchtung durch das Hallendach zu erreichen. Der Fixierwachs «Tacky Wax» (z.B. von Suter-Meggen, Art. Nr. AD29) in der roten Dose ist ein bewährtes Hilfsmittel für die temporäre Platzierung von Figuren.

Mit der Fokus-Stacking Software Helicon wurden die fünf Bilder mit unterschiedlichem Fokuspunkt zu einem Foto mit optimaler Schärfentiefe zusammengefügt, welches abschliessend digital bearbeitet und retuschiert wurde. Dabei liess sich unter anderem ein störender Spalt in der Bodenfläche entfernen.

Das Resultat des Fotoshootings. Für ein optimales Bild sind meist mehrere Anläufe notwendig. Welches Bild schliesslich als das beste empfunden wird, entscheidet nicht zuletzt auch der persönliche Geschmack. Die nachfolgenden zwei Bilder zeigen Aufnahmen des Motivs aus anderen Perspektiven.


Thurbo Serviceanlage: Tag der offenen Tür
Am 1. November wurde die modernisierte und vergrösserte Thurbo-Serviceanlage der Öffentlichkeit vorgestellt. Zu diesem Anlass lud Thurbo in Weinfelden zu einem Tag der offenen Tür ein. Die Besucherinnen und Besucher konnten den neuen Flirt Evo aus verschiedenen Perspektiven erleben. Neben einem Besuch im Führerstand war es möglich, den Flirt Evo sowohl aus der Arbeitsgrube als auch von einer Arbeitsplattform von oben zu betrachten.

Die neue Serviceanlage von aussen. Auf dem Gleisfeld der Flirt Evo RABe 533 703 von RegionAlps.

Beim Thurbo Flirt Evo RABe 533 501 konnte der Führerstand und der Innenraum besichtigt werden.

Der Thurbo FlirtEvo RABe 533 501 erhielt am Tag der offenen Tür den Namen «Thurgau».

Ungewohnte Perspektive: Blick aus der Arbeitsgrube auf die Front des Flirt Evo.

Aufs Dach geschaut: Von der Arbeitsplattform konnte das Publikum die Serviceanlage aus der Vogelperspektive betrachten.

Im Vordergrund der batteriebetriebene Elektrorangierer von Zagro, der für den Verschub der Fahrzeuge in der Serviceanlage eingesetzt wird. Im Hintergrund der Flirt Evo RABe 533 503.

Alt neben neu: Vorne der GTW RABe 526 736 in Revsion, dahinter der neue Flirt Evo RABe 533 503.

Auch Stadler Rail war mit einem Stand vertreten. Die Lernenden zeigten das Modell des Centovalli-Triebwagens ABe 8/16 für die Swissminiatur (siehe EA 8/25).
BLS Anlage im Hotel
Im Hotel Good Night Inn in Brig verstecken sich im Untergeschoss vier Modellbahnanlagen im Masstab 1:87:
- BLS-Nord- und Südrampe, gebaut vom Modellbauteam Köln (https://modelleisenbahnfreunde-koeln.de/mbt-modellbauteam-koeln/)
- Furka-Bergstrecke zur Zeit der Furka-Oberalp-Bahn in den 1980er-Jahren, von Willi Rutz
- Kombinierte RhB / MGB Anlage mit Motiven der beiden Endpunkte des Glacier-Express
Als Hotelgast hat man die Möglichkeit, die Anlagen kostenlos zu besichtigen. Wer ohne Übernachtung in Brig vorbeikommt, kann über Eventfrog (https://eventfrog.ch/de/events.html?searchTerm=Hotel+Good+Night+Inn) ein Eintrittsticket buchen.
Die imposantesten Anlagen sind zweifellos die BLS-Nord- und Südrampe. Beeindruckend sind nicht nur die Dimensionen, mit einer Anlagenlänge von ca. 25 m, sondern auch die hohe Detailtreue: von der Landschaft über die Zugkompositionen bis hin zur Bahntechnik.
Die Südrampe ist mit drei Geländekammern, bestehend aus dem Bahnhof Ausserberg, dem Bietschtal-Viadukt und dem Bahnhof Hohtenn dargestellt. Die Nordrampe bildet die Linienentwicklung bei Blausee-Mitholz nach.

Bahnhof Ausserberg an der BLS Südrampe.

Auf der obersten Ebene der Nordrampe fährt ein Tonerdezug talwärts.

Eine Re 10/10 mit einem UKV-Zug durchfährt den Bahnhof Blausee-Mitholz.

Eine Vectron-Doppeltraktion nutzt mit der Rollenden Landstrasse den SIM-Korridor.

Ein internationaler Schnellzug mit einer BLS Re 4/4 an der Spitze muss vor dem Fürtentunnel einen ungeplanten Halt einlegen.

Aus der Vogelperspektive wird die Grosszügigkeit der Anlage deutlich.

Zu einer imposanten Anlage gehört auch eine imposante Steuerung!
Der Urs in Wil
In Wil, vor dem Depot der ehemaligen Frauenfeld-Wil-Bahn, ist derzeit ein seltener Gast zu sehen: Die dieselelektrische Lok «Urs» der Internationalen Rheinregulierung (IRR). Sie befindet sich bei Stadler Service zur Revision (siehe dazu EA 09/25 in der Rubrik «Neues in Kürze»). Seit 2006 ist der Dienstbahnbetrieb der IRR eingestellt und es findet ein Museumsbetrieb durch den Verein Rheinschauen statt.

Die IRR Lok «Urs» steht derzeit aufgebockt und ohne Achsen vor dem Depot der ehemaligen Frauenfeld-Wil-Bahn in Wil.


Das Schild verrät: Die Lok wurde bei Stadler gebaut. Die Auslieferung an die IRR erfolgte im Jahr 1950 unter der Stadler-Auftragsnummer 43.

Die Schwerster-Lok «Heidi» im Steinbruch Kadelberg im Oktober 2001. Damals war die Dienstbahn der IRR noch in Betrieb und die Strecke führte vom Steinbruch Kadelberg über Widnau und Lustenau bis in die Rheinmündung.

Die Lok «Heidi» hat ihre Anhängelast aus dem Steinbruch Kadelberg zur Rheinmündung gebracht (Oktober 2001).
Arth-Rigi-Bahn: 150 Jahre
1875 wurde die Bahnlinie von Arth via Goldau auf die Rigi in Betrieb genommen. Heute, 150 Jahre später, feiern die Rigi Bahnen dieses Jubiläum mit diversen Veranstaltungen. Ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist sicher die historische Fahrzeugparade am kommenden Pfingstwochenende. Details zu dieser und weiteren Veranstaltungen sind unter www.rigi.ch/arb zu finden.
Seit 1959 ist der Namen Arth-Rigi-Bahn eigentlich nicht mehr korrekt. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Talbahn von Arth nach Goldau eingestellt. Auf der Homepage eingestellte-bahnen.ch/arth-rigi-bahn-arb/ sind spannende Bilder aus der Betriebszeit und aus der Zeit nach der Einstellung der Talbahn zu sehen.
Zur Erinnerung an vergangene Zeiten einige Postkarten aus der Sammlung von Paul Huber und Anton Heer:





Winterthur Grüze im Frühling 2025

RABe 502 und RABDe 502 als IC1 bei der Durchfahrt in Winterthur Grüze. Im Hintergrund die Querung Grüze (https://stadt.winterthur.ch/themen/leben-in-winterthur/planen-und-bauen/wir-bauen-fuer-sie/tiefbau-1/querung-grueze) im Bau. Die Querung Grüze dient zukünftig der besseren Erschliessung des Stadtquartiers Neuhegi-Grüze. Die Brücke wird 2026 eröffnet und kann vom Bus-, Velo- und Fussverkehr genutzt werden.

Die östliche Auffahrrampe zur Querung Grüze im Bau. Rechts der Triebzug RABe 514 053 als S24 auf der Fahrt von Weinfelden nach Zug. Der Bahnhof Grüze befindet sich links im Bild. Auf Höhe des Triebzuges ist für 2035 die Eröffnung der S-Bahn-Haltestelle Grüze Nord geplant.

RABe 503 018 unterquert auf seiner Fahrt Richtung München das Gerüst der Querung Grüze.

Der barrierenfreie Umbau des Bahnhofs Grüze ist abgeschlossen. Mit dem Umbau wurden auch die denkmalgeschützten Perrondächer vom ehemaligen SBB-Architekten Hans Hilfiker renoviert. Im Bild die Kreuzung zweier Thurbo RABe 526 als S35 Winterthur – Wil respektive Wil – Winterthur.
150 Jahre Appenzeller Bahnen
Die Appenzeller Bahnen feiern in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Unter dem Motto «Steig ein. Wir bewegen.» finden verteilt über das Appenzellerland verschiedene Festivitäten und Aktionen statt. Dieses Eisenbahn-Jubiläum hat es sogar bis in die Tagesschau vom 19. April 2025 geschafft: https://www.srf.ch/play/tv/-/video/-?urn=urn:srf:video:16ed3d2d-9fd4-4a1c-a846-5fd90432bd0f
Mehr Informationen zum Jubiläum sind unter https://appenzellerbahnen.ch/de/jubilaeum.html zu finden.
Nachfolgend zwei Bilder der Appenzeller Bahnen, welche erst vor einige Jahre entstanden, jedoch bereits Geschichte sind.

BDeh 4/4 11 in der Ruckhaldenkurve bei St. Gallen am 4. März 2017. Dieser Zahnstangenabschnitt wurde im Jahr 2018 durch den Ruckhaldentunnel mit Adhäsionsbetrieb ersetzt. Gleichzeitig wurde das Rollmaterial erneuert und es verkehren nun Stadler-Fahrzeuge vom Typ ABe 8/12 «Tango»

BDe 4/4 Pendelzug mit dem Säntis im Hintergrund nahe Zürchersmühle (30. Juli 2018). Auf der Linie GAW (Gossau – Appenzell – Wasserauen) wurden die BDe 4/4 Pendelzüge von FFA/SIG/BBC im Jahr 2018 durch die ABe 4/12 «Walzer» von Stadler ersetzt.
Vorbild & Modell: HASTAG-Kieswagen
Ergänzend zum Artikel «HASTAG-Kieswagen vorbildgerecht altern» im Eisenbahn Amateur 3/2025 ist auf Youtube ein Video zum Thema Vorbild & Modell zu finden:

