13 Okt

Tram Trieste – Villa Opicina steht immer noch still

Der Betrieb auf der einzigartigen Tramstrecke 2 von Trieste Piazza Oberdan nach Villa Opicina steht seit der Frontalkollision der Triebwagen 404 und 405 am 16. 8. 2016 bei der Kreuzungsstation Conconello still. (NiK EA 10/2016). Die beiden beschädigten Wagen sind inzwischen wieder hergestellt. So wurde die Wiederinbetriebnahme der für den Tourismus immer bedeutenderen Bahn auf  den Sommer 2017, dann auf das „Barcolana“-Fest anfangs Oktober 2017 erhofft.

Taktkreuzung am 17. 3. 2015 in Conconello.

Doch nach einer Probefahrt am 29. August 2017 erklärte Trieste Trasporti TT, aufgrund der Abklärungen eines dafür betrauten Unternehmens, würden die technischen Bedingungen zum Erlangen der Bewilligung für die Wiederaufnahme des Betriebs nur nach einer Gesamterneuerung der Anlagen (Stationen, Gleise und Fahrleitung) erfüllt, verbunden mit weiteren Investitionen von über 4 Mio. Euro. Im daraufhin entbrannten politischen Streit ergab sich, dass TT das Bewilligungsverfahren bei der zuständigen nationalen Behörde USTIF (Ufficio speciale trasporti a impianti fissi ) noch gar nicht eingereicht hat. Über ein Jahr nach dem verhängnisvollen Unfall verzögert sich damit die Wiedereröffnung der Tramlinie 2 weiter, obwohl der Präsident von TT bereits im vergangenen Juni sogar ihre Anmeldung zur UNESCO-Nominierung anregte. Noch wird es also dauern, bis wir im NiK endlich die schon lange ersehnte gute Nachricht der Wiedereröffnung verkünden können.

Piazza Oberdan, 15. 3. 2015

Fotos: C. Ammann

 

07 Jun

Eine Bahn, die es nicht mehr gibt

 

 

Die Bahnstrecke Bellinzona–Mesocco (Misoxerbahn / Ferrovia Mesolcinese) war eine meterspurige Schmalspurbahn in den Kantonen Tessin und Graubünden. Die 31,3 Kilometer lange Strecke führte von Bellinzona durch die Bündner Talschaft Misox nach Mesocco.

Die Strecke gehörte zur Rhätischen Bahn und ist die einzige Linie der RhB, die stillgelegt wurde. Bis 2013 organisierte die SEFT einen musealen Betrieb mit einigen revidierten Fahrzeugen. Da damals die Personentransportkonzession auslief, musste der Fahrbetrieb eingestellt werden.

Wir vom FEA (Frauenfelder Eisenbahn-Amateure) hatten das Glück, bei einer der letzten Fahrten der SEFT dabei sein zu dürfen.

31 Mai

Jugend-Diorama an der Kleinserienmesse

 

An der Kleinserienmesse 2016 in Bauma durften die Ostschweizer Clubs ihre Modellbaufähigkeiten zeigen. Für die Frauenfelder Eisenbahn-Amateure (FEA) zeigte unsere Jugendgruppe, was sie drauf hat: die Besucher konnten erleben, wie eine Landschaft entsteht. Diesen Einsatz hatten die Jugendlichen in mehreren Treffen vorbereitet. Dabei habe ich ihnen mein Wissen weitergeben, wie eine Landschaft aufgebaut werden kann, und wie mit ungewöhnlichen und einfachen Materialien hervorragende Ergebnisse erzielt werden können (Steine, Sand, Erde und echte Pflanzen aus dem Garten, Haare vom eigenen Kopf, etc.). In den Bildern seht ihr die Jugendlichen bei der Arbeit und könnt das Endprodukt bestaunen. Auf dem letzten Bild erklärt der Präsident des FEA, Christian Ammann, dem TT-Club Schweiz gerade, wie das Diorama der Jugendlichen entstanden ist.

 

31 Mai

Molli, die Bäderbahn mit Dampfbetrieb

 

Die Mecklenburgische Bäderbahn ist eine dampfbetriebene Schmalspurbahn in Mecklenburg-Vorpommern. Ihre Spurweite beträgt 900 Millimeter. Die 15,43 Kilometer lange Strecke wird heute vom Eisenbahnverkehrsunternehmen Mecklenburgische Bäderbahn Molli (MBB) betrieben und verbindet Bad Doberan mit Heiligendamm und dem Ostseebad Kühlungsborn. Die Fahrzeit beträgt circa 40 Minuten.

Am 19. Juni 1886 erteilte Friedrich Franz III., Großherzog von Mecklenburg die Konzession für Bau und Betrieb einer schmalspurigen Eisenbahn vom Bahnhof Doberan nach Heiligendamm. Dieses erste Teilstück ging am 9. Juli 1886 in Betrieb. Es wurde damals von der Doberan-Heiligendammer-Eisenbahn geführt. Der Verkehr auf der 6,61 Kilometer langen Strecke fand zunächst nur während der Sommersaison statt. Am 13. März 1890 verstaatlichte das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin die Bahn und gliederte sie in die Großherzoglich Mecklenburgische Friedrich-Franz-Eisenbahn ein.

Am 18. Dezember 1908 beschloss man, die Bahn bis ins Ostseebad Arendsee zu verlängern, das 1938 unter dem Hitler-Regime mit den Nachbargemeinden Brunshaupten und Fugen zum Ostseebad Kühlungsborn zusammengeschlossen wurde. 1910 wurde auch der Güterverkehr aufgenommen; die Bahn verkehrte nun ganzjährig. Ab dem 1. April 1920 gehörte sie zur Deutschen Reichsbahn.

Nach der Wende ging die Bahn an die DB über, bevor sie vom Landkreis und den beiden Städten Kühlungsborn und Bad Doberan übernommen und seither erfolgreich betrieben wird. Gleichzeitig wurden die heruntergekommenen Häuser in den Bädern restauriert, der Tourismus begann wieder zu florieren.

Ich habe 2013 das malerische Badestädtchen Kühlungsborn besucht, wobei diese Aufnahmen der kleinen Dampfbahn (die auch heute noch im Regelverkehr mit Dampf fährt) entstanden sind.