22 Okt

Nachlese Bauma 2017

Schon ist eine Woche verstrichen, aber wir möchten hier noch ein paar Eindrücke vom Stand 101 der Ostschweizer Klubs vom Sonntag 15. Oktober nachliefern. Freitag und Samstag sind bereits im Blogbeitrag vom 14. Oktober zu finden.

MBCZU – Modelleisenbahnclub Zürcher Unterland, Bülach

Super, wie auch Familien mit Kindern den Weg zur 15. Plattform der Kleinserie in Bauma gefunden haben.

Der Stand der Ostschweizer Klubs gab einmal mehr Einblick in die vielen Facetten der Modellbahn. Der Modelleisenbahnclub Flawil MECF mit einer wunderschönen Klubanlage „zu Hause“ zeigte die technische Seite.  Die Jugendmitglieder der Frauenfelder FEA bauten am letztes Jahr begonnenen Modul weiter. Mit „Learning by doing“ praktizieren sie hier den Geländebau und die Landschaftsgestaltung.Und dank der Freundschaft zum langjährigen Nachbarn, Herrn D. Horst, DH-Präzisionsmodelle , war ein „Photoshooting“ mit seinem wunderschönen Trogenerbahnzug von 1975 möglich, der farblich super in die entstehende Berglandschaft passte. 

Wir freuen uns, nächstes Jahr vom 12. – 14. Oktober wieder dabei zu sein. Die 15.  Plattform der Kleinserie in Bauma war für uns ein schöner Erfolg, und wir möchten an dieser Stelle auch ganz herzlich den Organisatoren danken!

 

14 Okt

Wir sind in Bauma!

Auch dieses Jahr, 13. – 15. Oktober 2017, sind wir in an der Plattform der Kleinserienhersteller in Bauma. Die dem SVEA angeschlossenen Ostschweizer Klubs von Appenzell, Bülach, Flawil, Frauenfeld, Wil, Winterthur und Wittenbach zeigen an einem gemeinsamen Stand im Zentrum Grosswies ihr Können auf verschiedenen Gebieten der Modellbahn.

In der gleichen Halle gibt es am Stand des SVEA die Gelegenheit zum Austausch und zum Fachsimpeln mit Vorstands- und Redaktionsmitgliedern des Eisenbahn-Amateur. Zudem werden Artikel aus dem EA-Shop angeboten. Dieses Jahr stellen wir auch das künftige digitale Angebot und unsere neue Homepage vor.Der EA 10/2017 bietet auf S. 466 – 474 die traditionelle Vorschau auf die 15. Plattform der Kleinserie in Bauma und das Fahrzeugtreffen des DVZO.

10 Okt

Luzerner Tram – Vorbild und Modell – ein Echo

Der Blogeintrag vom 29. August löste ein Echo von Kurt Baumgartner aus. Denn bei den EMBL ist noch ein Modell eines andern Tramwagens vorhanden, das dem Ce 2/2 39 auf dem alten Foto noch etwas näher kommt:

Der im März 2017 leider verstorbene Anton Birrer hatte nämlich den Ce 2/2 36 nachgebaut. Dieser gehörte zwar nicht zur „Winterthurer Serie“, sondern zu den 1926 vom Luzerner Tram bei SIG/BBC direkt beschafften, stärkeren Ce 2/2 33 – 36.

Warum ausgerechnet ein Modell dieses Wagens? Die Nummer 36 war nach der Aufhebung des Trams für das 1959 eröffnete Verkehrshaus der Schweiz reserviert worden, wie der EA 1/62 berichtet. Daraus wurde allerdings nichts, und im EA 9/63 erfahren wir unter den Verkehrsbetrieben Luzern: „Der Wagenkasten des Be 2/2 5 (1899) steht auf einer Fabrikbaustelle in Dallenwil, jener des Be 2/2 36 (1926) dient als Weekendhaus in Champoz (oberes Birstal).“

31 Jul

Wie meine Freude am Modellbau begann

Ruedi Wiedmer, mein Vater, war bereits Ende der sechziger Jahre ein begeisterter Eisenbahnfan und Modellbahner. Da wir kein Auto hatten, war es selbstverständlich, mit der Bahn zu reisen. Seine Begeisterung übertrug er dabei auf uns Söhne.

Im Elternschlafzimmer stand neben dem Bett eine Eisenbahnanlage, die beinah mehr Platz als das Bett einnahm. Sie war mit günstigem Kleinbahn-Material aufgebaut, und alles Zubehör, Landschaft, Häuschen, Figuren hatte Ruedi selber gebaut. Auch Wagen baute er um oder sogar komplett auf. Für uns Kinder war die grösste Freude eine blinkende Zugschlusslampe am Kleinbahn-EW-I, deren Schaltung mein Vater selber baute; sie brauchte damals sehr viel Platz und belegte WC und Eingangsvorraum des Wagens.  Ich kann mich noch gut erinnern, dass die Katze, die wir damals hatten, die Tunnels der Anlage als Schlafplatz nutzte und so ab und zu Eisenbahnunfälle verursachte …

Mein Bruder und ich durften uns ebenfalls mit Chalets aus Zündhölzern versuchen, die dann auf der Anlage aufgestellt wurden. Nach einem Umzug stand dann ein Bastelraum zur Verfügung, in dem wir unsere eigenen Anlagen aufbauen durften. Meine erste Lok war eine Santa-Fe-Diesellok von Fleischmann. Zusammen mit Indianerfiguren der Firma Merten weckte sie mein Interesse für amerikanische Eisenbahnen. Ein kleiner Zugschlusswagen („Caboose“), den mein Vater komplett selber baute, befindet sich noch heute in meiner Sammlung.

Auf den Bildern sind zwei Umbauten von Wagen zu sehen, die es nicht zu kaufen gab: das Brown Boveri-Logo zeichnete mein Vater mit Tusche, das Rohr war mit feinen Ketten auf dem Wagen befestigt. Die Warteck-Logos stammten von Tischsets aus dem Restaurant und wurden auf einen Kleinbahn-Kühlwagen geklebt.

Mein damaliger grosser Stolz, die Santa-Fe-Lok (die es im Original in dieser Ausführung nie gab) und das Eigenbau-Caboose sind auf meiner damaligen, selbstgebauten Anlage zu sehen.

Offenbar hat mein Vater das Modellbau-Gen an mich weitergegeben. Mit einem Umweg über Panzer- und Flugzeugmodellbau bin ich wieder zurückgekehrt zu den amerikanischen Eisenbahnen und baue – ähnlich wie mein Vater – Wagen und Loks um und detailliere sie.

31 Mai

Jugend-Diorama an der Kleinserienmesse

 

An der Kleinserienmesse 2016 in Bauma durften die Ostschweizer Clubs ihre Modellbaufähigkeiten zeigen. Für die Frauenfelder Eisenbahn-Amateure (FEA) zeigte unsere Jugendgruppe, was sie drauf hat: die Besucher konnten erleben, wie eine Landschaft entsteht. Diesen Einsatz hatten die Jugendlichen in mehreren Treffen vorbereitet. Dabei habe ich ihnen mein Wissen weitergeben, wie eine Landschaft aufgebaut werden kann, und wie mit ungewöhnlichen und einfachen Materialien hervorragende Ergebnisse erzielt werden können (Steine, Sand, Erde und echte Pflanzen aus dem Garten, Haare vom eigenen Kopf, etc.). In den Bildern seht ihr die Jugendlichen bei der Arbeit und könnt das Endprodukt bestaunen. Auf dem letzten Bild erklärt der Präsident des FEA, Christian Ammann, dem TT-Club Schweiz gerade, wie das Diorama der Jugendlichen entstanden ist.