03 Nov

Maschinelle Weichenerneuerung und Schotterreinigung

In Bern erneuert Sersa mit Gleisbaumaschinen von Matisa am aktuellen Wochenende einige Weichen. Nachdem in der Nacht Freitag/Samstag die alten Weichen mit einem Schienenkran ausgebaut wurden, wurde am Samstagvormittag unter laufendem Betrieb der alte Schotter ausgehoben.

Die Maschine W1+ holt mit dem seitlich stark schwenkbaren Schaufelradbagger den Aushub aus dem Gleisbett und bringt ihn über das schwarze Förderband auf das Rüttelsieb des Reinigungselements Reiner-1+. Dieses sortiert den Aushub: Die noch verwendbaren Schottersteine werden ausgesiebt und über das rote Förderband und durch den roten Trichter der W1+ wieder ins Gleisbett zurückbefördert. Die zu stark abgenutzten Schottersteine, welche im Gleisbau nicht mehr genutzt werden können, werden im Reiner-1+ zwischengelagert und später oder direkt über Förderbänder in Altmaterial-Verlade-Einheiten-Sersa (Aves; nicht auf den Bildern) gebracht.

W1+ und Reiner-1+ sind Zweiwegfahrzeuge, allerdings «umgekehrt» zur üblichen Bauart wie beim im Hintergrund sichtbaren Zweiwegbagger: Sie sind Schienenfahrzeuge, die für Bewegungen auf dem Schotterbett ohne Gleisrost mit angetriebenen Raupen ausgerüstet sind.

Fotos: Bern, 3.11.2018, Stephan Frei

01 Aug

Modernisierung Bahnhof Konolfingen

Einige Bilder vom 29.6.2018 von Werner Weber zur Meldung über den Bahnhof Konolfingen unter SBB/Anlagen im “Neues in Kürze” im EA 8/18 (Seite 351). An jenem Wochenende fanden umfangreiche Gleis- und Weichenarbeiten statt, um das neue Perrongleis 6 in Betrieb zu nehmen.

Seite Grosshöchstetten/Zäziwil liegen noch weitgehend die alten Weichen. Ein Vanomag-Kran ist an der Arbeit.

Der neue, zweite Mittelperron für die Züge der Relation Burgdorf–Thun vor der Inbetriebnahme: links auf Gleis 6 eine Ameise Tm 234 mit den auf den weiteren Bilder sichtbaren Gleisbaufahrzeugen, rechts auf Gleis 4 ein BLS-NPZ (RBDe 566 ex RM); am Boden der bisher genutzte Zwischenperron mit Hilfstritt für das Gleis 5.

Seite Oberdiessbach erneuert und baut die Carlo Vanoli Thalwil den Weichenkopf um. Schwellen und Schienen sind bereits entfernt. Die Aushubmaschine VanoLiner schöpft den alten Schotter weg und hebt ihn in eine Material-, Förder- und Siloeinheit (MFS) im Raupenbetrieb.

Der Bahnbetrieb geht soweit möglich weiter: Blick von Westen auf das Aufnahmegebäude, den Hausperron mit einem vorübergehen abgestellten Pendelzug der Regionalverkehrs nach Solothurn, den bisherigen Mittelperron mit einer S2 Langnau–Laupen und etwas versteckt einem Regionalzug nach Hasle-Rüegsau sowie rechts den neuen Mittelperron.

Wenn die MFS ganz rechts voll ist, wird sie auf Raupen zu den MFS auf Gleis 6 fahren und ihnen den Altschotter übergeben.

Auf dem bestehenden Mittelperron waren drei Perronanzeiger/Zugabfahrts-anzeiger montiert, weil der Perron auch den Zugang zum Gleis 5 bot.  Die Treppe im Vordergrund zur Strassenunterführung wird im Herbst geschlossen, wenn die zentrale Personenunterführung durchgehend bis auf die Bahnhofsüdseite verlängert sein wird. Auf Gleis 3 halten die beiden Lötschberger RABe 535 mit der Kambly-Werbung als RE Luzern – Bern; im Hintergrund links fährt ein RBDe 565-Pendlelzug als S2 nach Langnau aus. Rechts eine MFS mit gehobenem Raupen.

2 Am 841 mit ausgebauten Weichen auf Transportwagen (WTW).

Alle Fotos: Werner Weber

Zum aktuellen Betrieb

Die BLS-Regionalzüge 66xx Hasle-Rüegsau–Thun, welche sich zur halben Stunde in Konolfingen kreuzen, müssen in Konolfingen gebrochen werden, d.h. der Zug von Hasle fährt zurück nach Hasle, jener von Thun zurück nach Thun. Grund sind die knappen Übergangszeiten zwischen dem Regionalzug aus Thun und der S2 nach Bern–Laupen und umgekehrt. Diese Züge müssen auf den Gleisen 4 bzw. 3 halten und so ein perrongleiches Umsteigen ermöglichen. (Vorher hielten die Regionalzüge 66xx in beiden Richtungen auf den Gleisen 4 und 5, welche beide vom Mittelperron zugänglich waren, wenn auch zum Gleis 5 das Gleis 4 überschritten werden musste.)

Gleisnummerierung

Die Gleisnummerierung bleibt historisch, d.h. das ursprünglich durchgehende Rampengleis, das seit langem nur noch ein kurzes Stumpengleis auf der Ostseite ist, behält die Nummer 1, und das Gleis am Hausperron trägt ungewohnt die Nummer 2.